SÜFFA 2024: Fachmesse mit guter Stimmung

Insgesamt 6.712 Fachbesucherinnen und -besucher kamen vom 28. bis 30. September auf die SÜFFA 2024, um sich bei 240 ausstellenden Unternehmen auf der Fachmesse in Stuttgart über Innovationen für sämtliche Bereiche des Fleischerhandwerks zu informieren, Weiterbildungsangebote zu nutzen und den kollegialen Austausch untereinander zu pflegen.

Die Fachmesse der Fleischbranche in Stuttgart sorgte für positive Stimmung und gute Investitionsbereitschaft. - © Thomas Röhr

Auch die 27. Ausgabe der beliebten Fachmesse der Fleischbranche überzeugte durch ein attraktives Gesamtkonzept. Eine durchweg positive Grundstimmung und eine deutliche Investitionsbereitschaft waren spürbar.

Als „starke Messe für ein starkes Handwerk” habe die SÜFFA Antworten auf brennende Fragen und praxisnahe Problemlösungen geboten, sagte Andreas Wiesinger, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Stuttgart. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf, konnten unser Einzugsgebiet erweitern und überregional sogar steigern. Damit hat sich die Bedeutung der SÜFFA abermals bestätigt. Neue Elemente wie der SÜFFA Team Cup haben die Messe belebt und zum Eventcharakter beigetragen.”

„Optimistisch in die Zukunft schauen”

Joachim „Joggi” Lederer, Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes für das Fleischerhandwerk in Baden-Württemberg, zog für die Fachmesse ebenfalls ein positives Resümee: „Die SÜFFA ist und bleibt der Marktplatz für das Handwerk. Unsere Innung hat der Messe mit großer Zuversicht entgegengesehen – und ist nicht enttäuscht worden! Es war wieder eine runde, gelungene Veranstaltung, die eindrucksvoll zeigte, dass wir vieles richtig machen – unter anderem, die Wurstwettbewerbe wieder auf die Messe zu holen. Unsere Profis konnten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, und, das ist besonders wichtig, auch der Nachwuchs bekam eine Bühne. Vor allem aber wurden zahlreiche neue Kontakte geknüpft und viele interessante Geschäfte angebahnt. Wir können wirklich optimistisch in die Zukunft schauen!”

Handwerk weiterhin im Fokus der SÜFFA

Den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage zufolge stammten 71 Prozent der Besucherinnen und Besucher der Fachmesse aus dem Fleischerhandwerk. 11 Prozent kamen aus der fleischverarbeitenden Industrie. Besonders interessant waren der leicht gesunkene Altersdurchschnitt (40,6 Jahre) und die um 8 Prozent gewachsene Zahl der Neubesucher. Die SÜFFA wird somit jünger!

Breite Nachfrage und Trendthemen

Zu den wichtigsten Themen der SÜFFA 2024 zählten, bedingt durch den Fachkräftemangel, nicht zuletzt flexible Selbstbedienungs- und 24/7-Lösungen. Neben der umfassenden Produktausstellung erfreuten sich die informativen Bühnenpräsentationen und Sonderthemen regen Zuspruchs. Darunter befand sich das Vortragsprogramm der Fachmesse auf der Bühne für Trends und Neues. Auch der Themenpark Feinkost sowie die erstmals veranstalteten internationalen Wurstschauen Polen und Österreich gehörten dazu. Als mittlerweile festes Element der SÜFFA zog das Trendthema Wild wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

Spannung beim SÜFFA Team Cup

Für reichlich Nervenkitzel sorgten die stets mit Spannung erwarteten, vom Landesinnungsverband ausgelobten SÜFFA-Qualitätswettbewerbe – und der erstmals veranstaltete SÜFFA Team Cup. Die sechs teilnehmenden Teams gingen mit beeindruckendem Elan zu Werke und ernteten viel Beifall von den Zuschauern. Den Sieg konnte schließlich das Team „The Meat Grinder” mit Stefan Bless und Timo Scheytt einfahren. Für die nächste SÜFFA steht der Team Cup bereits auf dem Programm und hat damit gute Chancen, zum neuen Publikumsliebling und einer echten SÜFFA-Tradition zu werden.

Erweitertes Einzugsgebiet

Die Bedeutung der SÜFFA als überregionaler Branchentreff nimmt weiter zu: Immer mehr Besucherinnen und Besucher nehmen eine weitere Anreise in Kauf – ein Drittel der Befragten von mehr als 100 Kilometern, knapp ein Viertel von mehr als 300 Kilometern. Und auch ihren internationalen Anspruch konnte die Stuttgarter Fachmesse nochmals unterstreichen: Man begrüßte Besucher aus 38 Ländern, allen voran aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und Polen. Insgesamt nahm der Anteil ausländischer Gäste erneut zu.

Konkrete Investitionsabsichten

Besonders auffällig und der vielleicht wichtigste Pluspunkt der diesjährigen SÜFFA war die insgesamt hohe Besucherqualität: So gaben 89 Prozent an, an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt zu sein, 68 Prozent waren selbstständig oder in der Geschäfts- und Unternehmensleitung tätig. Rund 36 Prozent kamen mit konkreten Investitionsabsichten zur Fachmesse, davon ein Fünftel mit einem Volumen von über 100.000 Euro.

Aussteller zufrieden

Entsprechend positiv fiel das Urteil der Aussteller aus: „Auf der SÜFFA sind die Handwerker, die Chefs und Entscheider selbst vor Ort”, freute sich Thomas Binzer, Gründer und Prokurist der Payprocess GmbH. „In den ersten 24 Stunden hatten wir hier so viele Leads wie auf keiner anderen Messe.” Ganz ähnlich äußerte sich Jan Zeinstra von der Gebr. Graef GmbH & Co.KG: „Unsere Lösungen kamen gut an, es gibt definitiv eine Investitionsbereitschaft in der Branche. Wir konnten von Anfang an Aufträge schreiben.” Auch Claudia Diedrichsen, Verantwortliche für Marketing und Kommunikation bei der Sealpac GmbH, zeigte sich „beeindruckt von der Qualität der herzlichen und offenen Gespräche”.

Bei den Besucherinnen und Besuchern spiegelte sich diese Einschätzung wider. In der Gesamtnote erhielt die SÜFFA 2024 eine gute „Zwei” (1,9).

Gewinnspiel auf der SÜFFA von Die Fleischerei

Weit mehr als 200 Messebesucher nahmen am SÜFFA-Gewinnspiel der Fachzeitschrift Die Fleischerei teil, bei dem sich die Gewinner über zwei Tagestickets (jeweils 2 Erwachsene plus 2 Kinder) für den Freizeitpark Rust freuen können. Dabei sollte die Anzahl von kleinen Schweinchen in einem gläsernen Würfel geschätzt werden, in dem sich tatsächlich 167 Schweinchen befunden haben. Die Gewinner werden oder wurden per E-Mail informiert.

Die nächste SÜFFA findet von 07. bis 09. November 2026 auf der Messe Stuttgart statt. www.sueffa.de