Gibt es eine pflanzliche Nährstoffalternative zu Rindfleisch?

Rindfleisch enthält ein einzigartiges Spektrum an Mikronährstoffen. Selbst die gehaltvollen Hülsenfrüchte sind kein gleichwertiger Ersatz, zumal sie frei sind von Vitamin B 12 . Barbara Krieger-Mettbach - © Barbara Krieger-Mettbach

Mit dem Gehalt an Eisen und Zink sowie an den Vitaminen B2 und B12 hebt sich Rind von anderen Fleischarten ab. Doch infolge des sinkenden Fleischverzehrs essen die Deutschen auch weniger Rind. Inklusive Kalb waren es im Jahr 2023 pro Kopf 8,9 kg, ermittelte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Verglichen mit 2020 ein Minus von 1,8 kg, das auch die Zufuhr von spezifischen Spurenelementen und Vitaminen verändert. Gibt es pflanzliche Lebensmittel mit ähnlichen Nährstoffen wie Rind, um möglichen Defiziten vorzubeugen?

Etwa so viel Vitamin B2 wie in 100 g Rinderschulter steckt in derselben Menge getrockneter Kidneybohnen und Linsen. Beide enthalten rund drei Mal so viel Eisen wie die Rinderschulter. Als Zinklieferant jedoch steht Rind wieder vorn. Es enthält rund ein Drittel mehr als die Hülsenfrüchte. Keinen pflanzlichen Ersatz gibt es für Vitamin B12. Es kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor.

Wer eine pflanzliche Alternative zu Rindfleisch sucht, ist mit Hülsenfrüchten am besten beraten. Da diese beim Einweichen und Garen jedoch ihr Volumen verdoppeln bis verdreifachen, lassen sich 100 g Rindfleisch leichter essen als dieselbe Menge getrockneter Hülsenfrüchte. Empfehlenswert ist eine ausgewogene Ernährung, die neben Pflanzen auch Fleisch inklusive Rind enthält, um den Bedarf an spezifischen Nährstoffen inklusive B12 zu decken.