Chinakohl: Ein Multitalent in der Küche

Beim Chinakohl ist der Name Programm, denn er stammt tatsächlich ursprünglich aus China. Dort ist er aus einer Kreuzung zwischen Pak Choi und Speiserübe entstanden. Das Gemüse hat eine längliche, ovale Form und hellgelbe bis grüne, krause Blätter mit breiten, weißen Blattrippen.

Im Salat harmoniert Chinakohl gut mit geraspelten Möhren, gehackten Walnüssen und kleingeschnittenen Früchten wie Äpfeln. www.pixelio.de - © Dieter Schütz, PIXELIO

Im Vergleich zu anderen Kohlsorten ist Chinakohl leicht bekömmlich, hat ein angenehm mildes Aroma und verursacht keine Blähungen. In der koreanischen Küche kommt er in fermentierter Form als Kimchi fast täglich auf den Tisch.

Im Salat harmoniert Chinakohl gut mit geraspelten Möhren, gehackten Walnüssen und kleingeschnittenen Früchten wie Äpfeln, Weintrauben oder Orangen. Dazu passt ein Joghurtdressing mit Balsamico-Essig, etwas Honig, Orangensaft und frischer Petersilie. Der Salat ist perfekt für Picknick und Buffet geeignet, da die Blätter auch in der Soße lange knackig und appetitlich bleiben.

Auch gegart kann Chinakohl überzeugen – etwa gedünstet als Gemüsebeilage, im Auflauf oder aus dem Wok. Für vegetarische Kohlrouladen größere Blätter blanchieren, mit einer Reis-Gemüse-Mischung füllen und mit einer chinesischen Szechuan-Sauce genießen. Mit Chinakohl, Frühlingszwiebeln und Shiitake-Pilzen lässt sich eine asiatische Glasnudelsuppe zubereiten, die mit Knoblauch und Ingwer gewürzt wird.

Einfache Zubereitung

Generell ist die Zubereitung ganz einfach: Vor der Verarbeitung welke äußere Blätter und den Strunk entfernen. Den Kopf kurz waschen und je nach Rezept halbieren oder vierteln und in schmale Streifen schneiden. Die zarten Blattrippen können mitgegessen werden. Gegart wird Chinakohl nur wenige Minuten, damit er seine knackige Konsistenz und die wertvollen Inhaltsstoffe behält. Dazu zählen einige B-Vitamine und Vitamin C, Folsäure, Kalium, Kalzium und Senföle.

Chinakohl findet sich ganzjährig im Gemüseregal, ab Mai auch aus heimischem Freilandanbau. Beim Einkauf sind frische, saftig-grüne Köpfe zu bevorzugen, die sich fest anfühlen, dicht geschlossen sind und keine dunklen Flecken aufweisen. Gekühlt bleibt Chinakohl bis zu eine Woche lang frisch. Heike Kreutz, www.bzfe.de