Verkäufer/-innen, die ihre Waren genau kennen, können Kunden individueller beraten und ein besseres Verkaufsergebnis erzielen. Das gilt für Fleisch und Wurst ebenso wie für Zusatzprodukte und Zutaten. Die Fleischerei informiert in jeder Ausgabe über Lebensmittel, die im Fleischer-Fachgeschäft verkauft oder verarbeitet werden.
Zahlen des Deutschen Fleischer-Verbandes zufolge verspeiste jeder Durchschnittsbürger im Jahr 2022 6,2 Kilogramm Brühwurst. Das entspricht knapp einem Viertel seines gesamten Verzehrs an Wurstwaren und sonstigen Fleischerzeugnissen.
Optisch mager
Beliebt ist Brühwurst wegen ihrer rosigen Pökelfarbe. Sie suggeriert Verbrauchern Frische und einen mageren Genuss. Letzteres ist ein Irrtum. Zwischen 25 und 30 Prozent Fett enthalten die meisten Brühwurstsorten. Magerfleischeinlage reduziert den Anteil. Bierschinken enthält rund zehn, Jagdwurst etwa 18 Prozent Fett. Dass ungepökelte Brühwurst manchmal einen diätetischen Eindruck vermittelt, zeigt die Gelbwurst. Noch immer stufen manche Verbraucher sie als besonders magenschonend ein, allerdings auch als fettreich. Nach EU-Recht darf Bio-Brühwurst Pökelsalz enthalten, einzelne Bio-Anbauverbände jedoch untersagen die Verwendung.
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