Preisanstieg bei Schlachtschweinen schwächt sich weiter ab

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Oktober 2023 um 14,5 % niedriger als im Oktober 2022. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Damit waren die Preise seit April 2023 rückläufig gegenüber dem Vorjahresmonat, abgesehen vom anhaltenden Preisanstieg bei Schlachtschweinen. Hauptverantwortlich für den Preisrückgang im Oktober 2023 ist nach wie vor ein Basiseffekt aufgrund des sehr hohen Preisniveaus im Vorjahr. Gegenüber dem Vormonat September 2023 sanken die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Oktober 2023 um 1,7 %.

Der Preisanstieg bei Schlachtschweinen betrug im Oktober 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat 9,6 %. - © Dänischer Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft

Die Preise für pflanzliche Produkte lagen im Oktober 2023 um 17,5 % niedriger als im Vorjahresmonat. Sie sanken damit binnen Jahresfrist etwas stärker als die Preise für tierische Erzeugnisse (-12,6 %). Im September 2023 hatten die Veränderungsraten zum Vorjahresmonat -11,4 % für pflanzliche Erzeugnisse und -11,7 % für tierische Erzeugnisse betragen. Im Vergleich zum Vormonat waren pflanzliche Produkte im Oktober 2023 um 2,3 % und tierische Erzeugnisse um 1,2 % günstiger. 

Preisanstieg bei Schlachtschweinen

Der Preisrückgang bei tierischen Produkten um 12,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Milchpreise zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Oktober 2023 um 29,5 % unter dem Vorjahresmonat. Im September 2023 hatte die Vorjahresveränderung ebenfalls -29,5 % betragen. Gegenüber dem Vormonat September 2023 stieg der Preis für Milch um 2,1 %. Der Preisanstieg bei Eiern schwächte sich im Oktober 2023 mit +23,3 % gegenüber Oktober 2022 weiter leicht ab (September 2023: +24,3 %, August 2023: +25,6 %). 

Die Preise für Tiere lagen im Oktober 2023 um 1,3 % höher als im Oktober 2022 (September 2023: +2,7 % zum Vorjahresmonat). Dabei stiegen binnen Jahresfrist insbesondere die Preise für Schlachtschweine (+9,6 %), auch wenn der Preisanstieg bei Schlachtschweinen etwas weniger stark ausfiel als noch im September 2023 (+10,6 % zum Vorjahresmonat). Für Rinder sanken die Preise hingegen um 8,0 %, auch Geflügel war im Oktober 2023 günstiger als im Oktober 2022 (-7,6 %). 

Preisrückgang beim Getreide beeinflusst Preisentwicklung insgesamt

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 17,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Getreide zurückzuführen. Diese waren im Oktober 2023 um 36,9 % niedriger als im Oktober 2022. Im September 2023 hatte die Vorjahresveränderung bei -34,7 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat September 2023 sanken die Getreidepreise um 1,2 %. 

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Oktober 2023 um 22,8 % höher als vor einem Jahr. Preissteigerungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit +38,9 %.

Beim Gemüse (-4,0 % gegenüber Oktober 2022) sanken insbesondere die Preise für Gurken (-28,2 %). 

Speisekartoffeln waren im Oktober 2023 im Vergleich zum Oktober 2022 um 26,0 % teurer. Im September 2023 hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat +49,0 % betragen.

Das Handelsgewächs Raps war im Oktober 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 35,9 % günstiger (September 2023: -31,8 % zum Vorjahresmonat). www.destatis.de