Rheumatiker: Warum dürfen sie kein Schweinefleisch essen?

Diese oft gestellte Frage basiert auf einem verbreiteten Irrtum. Fakt ist, Rheumatiker dürfen Schweinefleisch essen, allerdings sollten sie wenig und sehr mageres wählen.

Rheumatiker
Mageres Fleisch ist wegen seiner spezifischen Nährstoffe eine kleine, aber wichtige Komponente in der Ernährung von Rheumatikern. - © Barbara Krieger-Mettbach

Mager lautet die Empfehlung auch für andere Fleischsorten inklusive Wild und Geflügel, denn alle tierischen Fette enthalten Arachidonsäure. Die vierfach ungesättigte, nicht essenzielle Fettsäure fördert das Entzündungsgeschehen bei rheumatischen Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Fibromyalgie.

Im Fleisch steigt die Arachidonsäure mit dem Fettgehalt. 100 g der mageren Schweineoberschale, des Filets und des Rückens enthalten je 20, Nackensteak bereits 60 mg, Hähnchenbrust ohne Haut 10 mg, Keule mit Haut 330 mg und Rinderfilet 30 mg Arachidonsäure. In einem mittleren Eigelb stecken 44 mg, im Eiklar nichts. Spitzenreiter ist Schweineschmalz mit 1.700 mg.

Rheumatiker sollten pro Woche maximal 350 mg Arachidonsäure zu sich nehmen, möglichst gleichmäßig auf die Tage verteilt. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, wöchentlich höchstens drei kleine Portionen mageres Fleisch und zwei bis drei Eier einzuplanen. Wurst und Schinken aus dem sehr mageren Sortiment wählen. Im Gegensatz zur Arachidonsäure wirken Omega 3-Fettsäuren entzündungshemmend. Fette Fische wie Lachs, Hering, Makrele bei Rheuma mehrmals in der Woche berücksichtigen. www.krieger-mettbach.de