
Ein klares Nein, wenn er gepökelt wurde, und das ist bei gegartem Schinken meist der Fall. Luftgetrocknete Spezialitäten wie Parmaschinken werden nur mit Kochsalz behandelt. Hier ist das Grillen zwar möglich, verändert jedoch den Geschmack des edlen Produktes. Pökelsalz besteht aus Salz und Natriumnitrit, einem Zusatzstoff mit der E-Nummer 250. Pökeln verleiht Schinken und Wurstwaren ein spezifisches Aroma, eine rosige Farbe und längere Haltbarkeit. Die Schinkenspezialitäten eignen sich für kalte Speisen und zum Kochen. Hier bleibt die Temperatur unter 140 Grad Celsius. Beim Grillen, Braten und Rösten hingegen wird die Oberfläche heißer. Dabei können aus einem Teil des Nitrits krebserregende Nitrosamine entstehen. Auch gepökelte Wurst und Kasseler gehören nicht auf den Grill, Ungepökeltes hingegen verträgt die Hitze. Unbedenklich sind auch Schinken im Brotteig und Pizza mit Schinken, sofern diese im Pizzaofen mit Unterhitze gebacken wurde. Beim Backen im Haushalt mit Ober- und Unterhitze den Schinken auf die Tomatensoße legen und mit den anderen Zutaten bedecken.
Um nach dem Genuss die Bildung von Nitrosaminen im Organismus zu reduzieren, Pökelwaren mit Vitamin C, Polyphenolen und Vitamin E ergänzen. Praktisch geschieht das durch Kombinieren mit Gemüse, Obst oder einem knackigen, bunten Salat als Lieferanten von Vitamin C und Polyphenolen. Mit Öl zubereitetes Dressing liefert Vitamin E. Eine Extra-Portion des Vitamins geben Erdnüsse, Nüsse und Saaten.