Slow Food Messe: Für den guten Geschmack

Bewusster Konsum ist eines der Themen, das bei den Stuttgarter Frühjahrsmessen im Vordergrund steht. Beim „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ ebenso wie bei der Fair Handeln. Bei der Slow Food Messe präsentieren Lebensmittelhandwerker aus ganz Europa ihre gut, sauber und fair erzeugten Spezialitäten, die weitgehend frei von Hilfs-, Aroma- und Zusatzstoffen sowie umwelt- und ressourcenschonend hergestellt sind.

Traditionell lädt die Lange Tafel, die sich durch die gesamte Halle zieht, zum Verweilen, Genießen und Austausch ein. - © Landesmesse Stuttgart GmbH

Aufgrund der vielfältigen inhaltlichen und ideellen Überschneidungen finden beide Veranstaltungen vom 13. bis 16. April zusammen in der größten Halle des Stuttgarter Messegeländes (L-Bank-Forum) mit einer gemeinsamen Forumsbühne statt.

„Fairness ist bei Slow Food einer der zentralen Werte. Unser Ziel ist eine Ernährungswelt, die auf fairen Beziehungen basiert – lokal, regional sowie global. Fair gegenüber Mensch und Tier sowie Umwelt und Klima, auch mit Blick auf den globalen Süden“, sagt Nina Wolff, Vorsitzende von Slow Food Deutschland und begrüßt die Allianz mit der Fair Handeln.

Auch Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), die gemeinsam mit der Messe Stuttgart die Fair Handeln organisiert, bekräftigt die Synergieeffekte: „Woher unser Essen kommt und wie unsere Kleider produziert sind – unser Handeln in Baden-Württemberg hat Auswirkungen auf Menschen weltweit. Wir dürfen hier nicht auf Kosten anderer leben. Stattdessen müssen weltweit Ungerechtigkeiten abgebaut werden. Wir wollen Lösungen für mehr Gerechtigkeit anbieten.“

Das kulinarische Herz der Slow Food Messe

Beide Messen untermalen den nachhaltigen und fairen Gedanken mit einem vielfältigen Programm. Im Chef Alliance Restaurant schlägt das kulinarische Herz der Slow Food Messe. In diesem Jahr befindet es sich unmittelbar im pulsierenden Geschehen nahe der Vinothek, die über 150 sorgfältig ausgewählte Weine bietet. Gekocht wird ausschließlich von Mitgliedern des Köche-Netzwerks, die Besuchenden eine nachhaltige Küche zubereiten. Ein weiterer Höhepunkt sind zwei große Gemeinschaftsstände aus verschiedenen Nationalparks Siziliens. Hier präsentieren sich über zwölf Produzentinnen und Produzenten mit ihren Erzeugnissen aus insgesamt vier Regionen des sizilianischen Naturschutzgebietes entlang des Flusses Alcantara.

Als ruhender Pol lädt traditionell auch die Lange Tafel, die sich durch die gesamte Halle zieht, zum Verweilen, Genießen und Austausch ein. Auf der Forumsbühne tauschen sich Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Handwerk, Handel, Landwirtschaft sowie Gastronomie über die kulinarischen und politischen Wege zu einer pflanzenbetonten Ernährung aus. Bei verschiedenen kulinarischen Mitmach-Angeboten können Besuchende selbst Hand anlegen, kochen, probieren und Tipps für den Alltag mitnehmen.

Bei der Fair Handeln erwartet die Besuchenden ein vielfältiges Angebot an fair gehandelten Produkten. Rund 100 Ausstellende zeigen Trends und Innovationen rund um fairen Handel und bewussten Konsum aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und globale Partnerschaften, nachhaltiges Finanzwesen, Tourismus und Future Fashion. So kann man bei einer Fairkostung mit einem professionellen Barista lernen, fair gehandelten Burundi-Partnerschaftskaffee zuzubereiten.

Im Sonderbereich Future Fashion x GREENSTYLE zeigen angesagte Labels und Brands, wie eine nachhaltige und gerechtere Zukunft der Mode aussehen kann. In Workshops und Repair Cafés kann man Haushaltsgeräte reparieren oder auch alte Jeans flicken.

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