Meemken im Oldenburger Münsterland steht seit über 80 Jahren für leckere Wurstspezialitäten. Seit 2009 verarbeitet das Unternehmen am Stammsitz ausschließlich Rind- und Geflügelfleisch nach Halal-Vorschriften. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an die technische Ausstattung des Betriebs.
Als die Meemken Wurstwaren GmbH & Co. KG 2020 in vier neue Räucher- und Reifekammern für die Rohwurstherstellung am Produktionsstandort des Unternehmens in Gehlenberg (Friesoythe) investierte, rief dies die Mohn GmbH auf den Plan. Der Rauchwagen-Spezialist mit mehr als 20 Jahren Erfahrung gehört zu den ersten Adressen, wenn es darum geht, Edelstahl-Rauchwagen entsprechend den Vorgaben und Wünschen von Kunden zu konstruieren und zu liefern. Daraus ergab sich für Mohn die Aufgabenstellung:
Die Zahl der Rauchwagen und deren Ausführung mussten vor allem dem tatsächlichen Bedarf, den hohen Qualitätsanforderungen sowie den besonderen Produktionsbedingungen des Kunden entsprechen. Darüber hinaus galt es auch, die optimale Nutzung der Rauchwagen sicherzustellen und alle für das Hygiene-Gesamtkonzept des Unternehmens relevanten Faktoren und Einflüsse zu berücksichtigen.
Hauptaugenmerk lag in der bestmöglichen Bestückung der Räucher- und Reifekammern eines namhaften Herstellers mit den passenden Wagen. Der zur Verfügung stehende Platzbedarf sollte optimal ausgenutzt werden, aber die Qualität des Räucher- beziehungsweise des Reifeprozesses durfte von den Rauchwagen nicht negativ beeinflusst werden.
Im Sinne des Qualitätsmanagements wurde zudem – produktionsbedingt durch die Halal-Vorschriften – auf saubere, einwandfrei gebeizte Schweißnähte sowie eine robuste Konstruktion des Rahmenprofils aus Edelstahl (Güte 1.4301/ AISI 304) Wert gelegt.
Individuelle Lösungen für besondere Herausforderungen
Zur Klärung der baulichen Gegebenheiten machte sich ein erfahrener Experte der Firma Mohn vor Ort ein Bild. Unter Berücksichtigung der Kundenwünsche, des Einsatzzweckes – die Spezifizierung der Rohwurstbestückung – und weitere für die benötigten Rauchwagen wichtige Details wie Abmessungen, Tragkraft und Temperaturbereich wurden zunächst entsprechende Musterwagen zu Testzwecken konstruiert und geliefert.
Aufgrund der Testergebnisse mit den Musterwagen wurde mit Blick auf die besonderen Anforderungen bei Meemken entschieden, nicht mehr die in der Branche bekannten Rauchwagen in H-Form zu verwenden, denn deren Bauweise bedingt eine begrenzte Tragfähigkeit, die für den Einsatzzweck im Betrieb nicht ausreicht.
Zudem musste der Wunsch des Kunden Berücksichtigung finden, dass nicht nur die handelsüblichen Salamiwürste auf fünf Etagen ihren Platz finden, sondern alternativ auch die 1,60 m langen Sucuk-Wurststangen.
Wegen des hohen Gewichts und der Länge der Sucuk-Wurststangen fiel die endgültige Entscheidung auf die stabilen Rauchwagen in Z-Form-Bauweise von Mohn, da diese zudem noch höheren Belastungen standhalten. Breitere Ausklinkungen der Auflagen für hygienische Edelstahlrundspieße (Rauchstöcke) wurden für die Lagerung der Sucuk-Wurststangen in der oberen Etage des Rauchwagens konzeptionell ebenso berücksichtigt, da zukünftig eine automatisierte Rauchwagenbestückung erfolgen soll. Ein weiterer Vorteil der Z-Form Rauchwagen ist, dass diese zur Lagerung sehr platzsparend ineinandergeschoben werden können. Schließlich kostet Lagerfläche Geld. Bei den „normalen“ Rauchwagen in H-Form lassen diese sich zwar ineinanderschieben, benötigen aber mehr Lagerfläche. Und bei M-Form-Rauchwagen gibt es diese Möglichkeit konstruktionsbedingt gar nicht.
Die Z-Form-Rauchwagen von Mohn erfüllen in ihrer neuen Spezifikation alle Anforderungen in der Produktion bei Meemken.