Ein großer Teil der als Futter- und Lebensmittel benötigten Hülsenfrüchte wird importiert. Kosten sind ein Grund, andere die Krankheitsanfälligkeit von Ackerbohnen und Erbsen sowie deren niedrige Erträge. Um den heimischen Anbau attraktiver zu machen, rief das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 2012 das Projekt Eiweißpflanzenstrategie (EPS) ins Leben – mit folgenden Zielen:
- Die Produktion heimischer Leguminosen zu steigern sowie Angebot und Nachfrage zu verbessern.
- Die Eiweißversorgung für Mensch und Tier aus heimischer Produktion und mit nicht gentechnisch veränderten Eiweißträgern zu erhöhen.
- Die regionale Wertschöpfungskette stärken.
- Ökosystemleistungen und Ressourcenschutz positiv beeinflussen.
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) informiert aktuell über Erfolge:
- Die Zahl der Körnerleguminosen anbauenden Betriebe erhöhte sich von 12.000 im Jahr 2014 auf aktuell 19.430.
- Die Anbaufläche von Sojabohnen hat sich in sechs Jahren auf nahezu 33.000 Hektar verdreifacht.
- Die Flächen für Futtererbsen verdoppelten sich auf 82.600 Hektar, die für Ackerbohnen stiegen um fast 200 Prozent auf 59.500 Hektar. ;