
Schärfe, Schneidenwinkel, Form und Profil eines Kuttermessers haben großen Einfluss auf die Qualität der hergestellten Produkte. Hohe Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 180 m pro Sekunde (das entspricht 650 km pro Stunde) und Seitendrücke beanspruchen die Kuttermesser sehr stark. So hat der Anschliff auch eine direkte Auswirkung auf die Bruchsicherheit eines Kuttermessers.
Die B 600 von Knecht, Bergatreute, wurde für hohe Ansprüche beim Nachschleifen von Kuttermessern entwickelt. Die Anschliffe sind laut Hersteller exakt und winkelgenau. Das vorgeschriebene Schneidenprofil und die Messerform bleiben über die gesamte Lebensdauer der Kuttermesser erhalten.
Das Messermagazin der B 600 fasst bis zu 16 Messer. Nach Betätigung der Starttaste transportiert der Messerwechsler das erste Messer in die Schleifposition. Ein Kontrollsystem erkennt die aktuelle Messerbreite und startet das Schleifprogramm. Nach dem Schleifen poliert die Maschine zuerst die Messeroberfläche. Danach wird das Schneidwerkzeug schnell und schonend entgratet. Der Messerwechsler bringt das fertige Messer zurück ins Messermagazin und holt das nächste Messer.
Der Schleifvorgang des kompletten Messersatzes läuft mannlos ab. Die Tagesleistung beträgt bis zu 80 Kuttermesser (500 l) pro Acht-Stunden-Schicht. Die B 600 schleift Kuttermesser mit sichelförmigen und geraden Schneiden bis zu einer maximalen Größe von 600 mm. In weniger als einer Minute ist die Maschine auf eine andere Messerform umgestellt.
Die Maschine besitzt vier computergesteuerte Achsen. Alle Achsen werden mit einem Servomotor gesteuert. Für die zu schleifenden Messer erstellt Knecht individuelle Programme. Sie werden in einem Speicher auf der Maschine abgelegt. Die Anzahl der Schleifprogramme ist unbegrenzt. Updates und neue Programme werden online aufgespielt. So kann die Schleifmaschine in Sekunden von einem Messertyp auf einen anderen umgerüstet werden. Das Touchpanel macht die B 600 bedienerfreundlich. Via Internet wird die Maschine ferngewartet.
Die Bandfilter-Kühlmitteleinrichtung schützt die Schneidwerkzeuge während des Schleifprozesses vor Überhitzung. Bei unzureichender Kühlung schaltet die Kühlmittelüberwachung die Maschine ab. Ein Filtervlies entfernt den Schleifabtrag aus dem Kühlmittelkreislauf. Das abgetragene Material sammelt sich auf dem Filtervlies und kann umweltschonend entsorgt werden.
Die Absauganlage entfernt den Schleifnebel aus dem gekapselten Arbeitsraum. Er ist dadurch auch während des Schleifens gut einsehbar. Außerdem werden die Atemwege des Maschinenbedieners geschützt.