Thekenfrage: Dürfen Nussallergiker Muskatnuss essen?

Muskatnussallergiker müssen auf Wurst mit Muskat und ­Macis, der Muskatblüte, verzichten. Barbara Krieger-Mettbach - © Barbara Krieger-Mettbach

Nüsse und Erdnüsse verursachen bei entsprechenden Allergikern starke Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruch. Bereits kleinste Mengen in kontaminierten Lebensmitteln und Speisen können solche Anaphylaxien auslösen, was die Ernährung von betroffenen Kindern und Erwachsenen erschwert. Botanisch zählen Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten, der Handel jedoch ordnet sie den Nüssen zu. Als allergene Stoffe müssen beide in loser und verpackter Ware immer deklariert werden, sofern sie als Zutat enthalten sind. Zur Gruppe der Nüsse oder Schalenfrüchte zählen laut Lebensmittelinformationsverordnung Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Kaschunüsse (Cashewnüsse), Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamia- oder Queenslandnüsse. Erdnüsse bilden eine eigene Gruppe. Nussallergiker müssen nur auf individuell unverträgliche Sorten verzichten. Genau wie Kokosnuss und Pinienkerne gilt die Muskatnuss weder botanisch als Nuss noch gehört sie zu den allergenen Stoffen. Dennoch gibt es Muskatnussallergien. Betroffene müssen auf Muskatnuss und Macis, der Muskatblüte, verzichten. Ebenfalls tabu: Wurst und Speisen mit Muskat und Macis.