Wie kann und muss ein zukunftsfähiges System der Erzeugung und des Konsums von Lebensmitteln aussehen? Die Sommerschule Future of Food (27. August – 3. September 2022) wendet sich an junge Menschen, die die Zukunft unserer Ernährung mitgestalten wollen und bietet ihnen Gelegenheit, sich intensiv in Theorie und Praxis mit dieser Frage auseinanderzusetzen.
In der Bio-Musterregion Hohenlohe lernen die Teilnehmenden bei Vorträgen und Diskussionen, wie Lebensmittel erzeugt werden, welche Probleme das verursachen kann und welche Alternativen bereits mit Erfolg umgesetzt werden. Best-Practice-Beispiele vermitteln Exkursionen zur Bio-Gewürzmanufaktur Ecoland Herbs & Spices, in die Bio-Heumilchkäserei Geifertshofen oder an eine Eichelmastweide mit Schwäbisch-Hällischen Landschweinen. Agroforst, Selbstvermarktung und Solidarische Landwirtschaft (Solawi) sind weitere Themen.
Angesprochen sind Auszubildende und junge Mitarbeitende aus Unternehmen der Ernährungswirtschaft (Metzger, Köche, Bäcker, Lebensmitteltechnologen). Die Sommerschule wendet sich auch an Studierende aller Fachrichtungen mit Interesse an Land- und Ernährungswirtschaft sowie an Bäuerinnen und Bauern – konventionell und ökologisch.
Die Metzgermeisterin Victoria Blüm aus dem südhessischen Lampertheim ist eine ehemalige Teilnehmerin. „Ich war absolut begeistert“, erinnert sich die junge Frau an die „sehr inspirierende Woche“. Das breite Spektrum der Teilnehmenden – Politik, Handel, Landwirtschaft, Gastronomie, Handwerk – habe den Austausch untereinander so fruchtbar gemacht.
Tagungsort ist Schloss Kirchberg, Sitz der Stiftung „Haus der Bauern“, welche die historische Schlossanlage in Kirchberg zu einer überregionalen Bildungs- und Begegnungsstätte ausgebaut hat. Den Schwerpunkt bildet die Akademie für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft. Internationale Tagungen mit Experten aus aller Welt und die Kooperation mit Partnern aus Hochschulen, Ökolandbauverbänden und der Slow-Food-Bewegung machen das Kirchberger „Bauernschloss“ zu einem Multiplikationszentrum für nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft und gesunde Ernährung.
Die Teilnahmegebühr für die Sommerschule ist gestaffelt. Sie beinhaltet das Bildungsprogramm mit Exkursionen, Verpflegung mit regionalen Bio-Lebensmitteln sowie sieben Übernachtungen im Mehrbettzimmer im Biohotel Schloss Kirchberg. Für Selbstzahlende liegt der Beitrag bei 490 Euro. Meldet der oder die Arbeitgebende an, kostet die Teilnahme 750 Euro. Studierende und Menschen mit nachweislich geringen finanziellen Möglichkeiten können sich auf ein Stipendium bewerben, mit dem sich der Eigenanteil der Teilnahmegebühr auf 190 Euro reduziert. Erfahrungsgemäß sind 75 Prozent der Teilnehmenden auf ein Stipendium angewiesen. Daher werden auch Unternehmen und Organisationen gesucht, die mit einem Förderbeitrag von 560 Euro einer oder einem Teilnehmenden die Sommerschule ermöglichen.
Die Sommerschule veranstaltet die Akademie für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft Schloss Kirchberg. Partner sind die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf University of Applied Sciences und die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall.