Die Wirtschaftsredaktion des „stern“ hat Borco Höhns, Rotenburg (Wümme), Anbieter von Fahrzeugen und Lösungen für den mobilen Verkauf, wegen der Bedeutung seiner Digitalisierungsstrategie für die Zukunftsfähigkeit des mittelständischen Unternehmens mit rund 230 Beschäftigten als „Unternehmen mit Zukunft 2021“ ausgezeichnet.
„Wir bauen Borco Höhns so um, dass wir traditionelle Handarbeit nach Wunsch und Maß mit den Chancen und Möglichkeiten der digitalen Transformation verzahnen“, erklärt Borco Höhns Geschäftsführer Andreas Elsäßer. „Als erste Adresse in Deutschland im anspruchsvollen B2B-Geschäft mit Unternehmern im mobilen Handel entwickeln wir uns personell, strategisch und technisch kontinuierlich weiter. So können wir den Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden ideenreich, zügig und gewissenhaft gerecht werden. Das hat der ‚stern‘ honoriert“.
Bedeutende Impulse zur digitalen Transformation bei Borco Höhns kommen von Kundenseite sowie von Kooperations-Partnern wie Start-Ups oder Instituten zur anwendungsorientierten Forschung.
„Digitalisierte Prozesse und Qualifizierung helfen uns, im Entwicklungs-, Konstruktions- und Produktions-Prozess Entscheidungen kompetent an den Stellen zu treffen, an denen das Wissen ist. Das liegt im Interesse unserer gestandenen, bodenständigen Unternehmer-Kunden“, fasst Elsäßer die Digitalisierungsstrategie zusammen. Die Informationstechnologie sowie Kollaborations- und Kommunikationstools ermöglichen der Belegschaft höhere Freiheitsgrade für qualifizierte Entscheidungen. Dafür hat das Unternehmen im aktuellen Geschäftsjahr mehrere Millionen Euro in ein neues Holzbearbeitungszentrum, die weitere digitale Transformation sowie in die Fortbildung seiner Mitarbeitenden investiert.
„Die Tradition einer Manufaktur, die hochwertige Qualität garantiert, führen wir gemeinsam durch unser Innovations- und Change-Management widerstandsfähig in die Zukunft“, beschreibt Vertriebsleiter Carsten Götz die Unternehmenskultur.
Konstruiert wird jedes Fahrzeug am Computer. In der Produktion werden neben 3-D-Druck auch Leichtbaumethoden eingesetzt. So bestehen die Platten für den Fußboden des Verkaufsraums aus recycelten PET-Flaschen.
„Indem wir das Gewicht der Fahrzeuge reduzieren, können unsere Kunden bis zu 600 Kilogramm Ware auf einen 3,5-Tonner laden“ so Götz weiter. „Das ist geldwerter Vorteil für die Kunden über den Aspekt hinaus, dass für Fahrzeuge dieser Klasse kein LKW-Führerschein nötig ist“.
Der Stellenwert der Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen stand im Mittelpunkt der diesjährigen Erhebung des „stern“. Professor Dr. Irene Bertschek, Leiterin des Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ am ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH in Mannheim und Professorin für „Ökonomie der Digitalisierung“ in Gießen, hat die Untersuchung wissenschaftlich begleitet. Bertschek ist Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung.
