Endlich wieder SÜFFA: Am 18. September 2021 öffnet die Fachmesse der Fleischbranche für drei Tage ihre Tore. 135 Aussteller werden vor Ort sein und den Fachbesuchern in den Hallen 3 und 5 der MesseStuttgart ihre innovativen Produkte und Leistungen präsentieren. Die traditionelle Fachmesse bietet aber auch die Chance, Stärke zu zeigen im Rückblick auf eine Pandemie, die dem Fleischerhandwerk Imagegewinn gebracht hat.
Das SÜFFA-Jubiläum kommt mit Verspätung, aber es kommt. Mit Blick auf die 25. Ausgabe der erfolgreichen Stuttgarter Fachmesse sind sich alle Beteiligten einig: Die SÜFFA nimmt in diesem Jahr eine wichtige Sonderstellung ein – mit Riesenchancen für alle Teilnehmenden, denn insgesamt ist die Branche bislang gut durch die Corona-Zeit gekommen.
Dies bestätigt Landesinnungsmeister Joachim „Joggi“ Lederer vom Landesinnungsverband für das Fleischerhandwerk in Baden-Württemberg: Fast drei Viertel aller Betriebe hätten ihren Umsatz im vergangenen Jahr steigern können, und gerade in Baden-Württemberg gehe es den Metzgereien „richtig gut“. Er sei daher „sicher, dass wir eine sehr gute, fachlich ausgerichtete Messe mit hoher Investitionsbereitschaft erleben werden“.
Breites Themenspektrum
Die Mischung machts: Seit ihrer Erstveranstaltung habe sich die Messe einerseits durch Kontinuität ausgezeichnet, aber auch immer „mit dem Markt bewegt“, sagt Projektleiterin Sophie Stähle. „Dabei war es stets unser Anspruch, das gesamte Themenspektrum vom traditionellen Handwerk bis zur Großproduktion abzudecken.“ Das Angebot der 135 ausstellenden Unternehmen in den Messehallen spannt erneut einen weiten Bogen: Arbeits- und Betriebstechnik, Rohstoffe und Halbfabrikate, Küchentechnik, Lebensmittelsicherheit und Hygiene, Verkaufsförderung und Werbung, Nahrungsmittel und Getränke oder Dienstleistungen – Neues und Bewährtes, eine Fülle von Informationen sowie reichlich Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
Tipps für die betriebliche Praxis
Spannende Impulse und wertvolle Praxistipps bietet das Rahmenprogramm mit den beliebten SÜFFA-Specials. Dazu gehören „SÜFFA-Dauerbrenner“ wie der Tag der Metzgerfrauen oder die Bühne für Trends und Neues, aber auch Sonderschauen und Themenbereiche. Sie bieten neben passendem Equipment, Rohstoffen oder Gewürzen viele professionelle Anregungen und Know-how. Das BBQ-Areal etwa trägt einem Trend Rechnung, der in den vergangenen Pandemie-Monaten vielerorts für steigende Umsätze gesorgt hat. Daneben setzt die SÜFFA 2021 mit den Themen Hof- und Weideschlachtung, Feinkost sowie Wild & Jagd weitere Schwerpunkte für trendbewusste Fleischer, die ihr Angebot erweitern möchten.
Ein bisschen Nervenkitzel darf schließlich auch nicht fehlen: Täglich knistert die Spannung bei den vom Landesinnungsverband ausgelobten SÜFFA-Qualitätswettbewerben. Die dort vergebenen Preise sind begehrte Gütesiegel und wirksame Instrumente in der Kundenkommunikation.
Wild verspricht mehr Umsatz
Gerade das Zusatzgeschäft Wild verfügt über hohes Wachstumspotenzial, meint Samuel Golter vom Landesjagdverband Baden-Württemberg: „Die Kunden sind sehr anspruchsvoll, wollen frische, regionale Ware statt Massenfleisch. Wildprodukte aus heimischen Wäldern stehen darum zunehmend hoch im Kurs.“ Zu verzeichnen sei eine steigende Nachfrage. Dabei führe das Wildschwein die Beliebtheitsskala an, gefolgt von Reh, Rot- und Damwild. Aus einer einstigen Nische sei also inzwischen ein wahres Zugpferd geworden. „Die Gründe für diese Trends sind durchaus vielschichtig“ erklärt Golter, „Regionalität, Nachhaltigkeit und kurze Wege sind beim Verbraucher ebenso gefragt wie eine gesunde Ernährung, Herkunftssicherheit und Tierwohl. Nicht nur bei vielen Sportlern und Allergikern steht Wildfleisch wegen seiner idealen Nährstoffzusammensetzung ganz hoch im Kurs. Wild ist definitiv unbedenkliches, sicheres Fleisch, denn die Tiere werden vor der Verwertung genau beschaut.“
Wild als Delikatesse erschöpfe sich nicht im klassischen Sonntagsbraten. Es sei durchaus „alltagstauglich“. Auch viele „unedlere“ Teile seien schmackhaft und können etwa zu Wildschwein-Lasagne oder „Pulled Reh“ werden. „Auf der SÜFFA wollen wir dem Fleischerhandwerk zeigen, dass Wild ganzjährig ein gutes Zusatzgeschäft bietet. Das beweist unter anderem der Grill-Boom, dem die Messe mit dem BBQ-Areal Rechnung trägt. Zunehmend kommt daher auch Wildbret auf den Rost“, sagt Samuel Golter und ergänzt: „In der Kooperation mit dem Landesinnungsverband sehe ich insgesamt großes Potenzial, die bisherigen Rückmeldungen von Metzgern und Jägern sind gleichermaßen positiv. Für manchen ist die Zusammenarbeit ohnedies von doppeltem Interesse, finden sich unter den rund 35.000 Mitgliedern des Landesjagdverbands doch sehr viele Metzger. Auf der SÜFFA wollen wir diese Kooperation noch stärker hervorheben und so das Vertrauen zwischen beiden Berufsgruppen sowie die Kommunikation mit dem Endverbraucher weiter stärken. Für die Metzger ist es beispielsweise gut zu wissen, dass der Landesjagdverband auch Beratung in rechtlichen Fragen anbietet; ihre Kunden schätzen fachkundige Produktinformationen. Deshalb sind wir auf der Messe sowohl mit dem Landesjagdverband als auch mit den WildRebellen präsent, jungen, engagierten Metzgermeistern und Köchen, die als Wildbret-Botschafter auftreten.“
SÜFFA – mit Sicherheit!
Sorgen um die eigene Gesundheit brauche man sich bei einem SÜFFA-Besuch nicht zu machen, versichert Andreas Wiesinger, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Stuttgart. „Der Gesundheitsschutz von Besuchern, Ausstellern und Mitarbeitern steht an oberster Stelle. Dazu haben wir in enger Kooperation mit den Behörden ein tragfähiges Durchführungskonzept erstellt, das laufend mit geltenden Vorschriften abgeglichen wird und bei Bedarf flexibel reagieren kann.“ Das hauseigene Signet „SAFE EXPO“ fasst zahlreiche ineinandergreifende Sicherheits- und Hygienemaßnahmen zusammen. Neben Online-Ticketing und einer intelligenten Besucherführung ermöglichen die Einhaltung der sogenannten 3G-Regeln, moderne Lüftungstechnik oder eine allgemeine Maskenpflicht den Messebetrieb in Corona-Zeiten. Wiesinger: „Wir sehen einem reibungslosen Ablauf der SÜFFA zuversichtlich entgegen. Alle Messeteilnehmenden können sich auf ein ungetrübtes Messeerlebnis freuen.“