Abonnent des Monats: Fleischerei Mühe – die Fleischhandwerker, Luhden

Jens (l.) und Paul Mühe führen die Mühe GbR – Fleischhandwerker in Luhden in der dritten Generation. Die Fleischerei bietet ihnen gute Anregungen in vielen Sachbereichen. privat - © privat

„Die Fleischerei lese ich sehr gerne, da sie in vielen Sachbereichen gute Anregungen bietet. Besonderes Interesse liegt bei mir auf Fertiggerichte und Produkte für die schnelle Mahlzeit zwischendurch“, sagt Jens Mühe, einer der beiden Geschäftsführer der Fleischerei Mühe GbR – die Fleischhandwerker, Luhden. Der Betrieb wurde 1949 von Paul Mühe und seiner Frau Frieda gegründet und 1976 auf Sohn Paul übertragen. Heute führen die Brüder Paul als Fleischermeister und Jens als Kaufmann und Betriebswirt das Unternehmen. Die beiden beschäftigen insgesamt 35 Mitarbeiter, davon zehn in der Produktion einschließlich Küchenbereich, 25 Verkäuferinnen sind über vier Filialstandorte verteilt.

Zu den Spezialitäten zählen Hausmacher Wurstwaren der Re­gion Schaumburg-Lippe, wobei das frische Mett für das Brötchen zu jeder Tageszeit im Vordergrund steht. Beliebt bei Kunden ist auch die Dauerwurst „Opas Beste“ sowie der Bratwurst­renner „Pauls Beste“. „Wir machen alles selbst, abgesehen von den internationalen Spezialitäten“, sagt Jens Mühe.

Besondere Aktionen passen die Fleischhandwerker den Jahreszeiten an. Während der Grillsaison überraschen die Brüder immer wieder mit neuen Grillartikeln, im Herbst und Winter mit deftigen Wurstspezialitäten aus der Region. Zur Weihnachtszeit bereichern Geflügel- sowie Wildspezialitäten aus dem heimischen Revier das Sortiment, wobei Produkte aus Geflügelfleisch ebenso wie veredelte Braten- sowie Kurzbratenstücke ganzjährig ein fester Bestandteil sind. Und: Das „Kesselfest“ in Verbindung mit „der offenen Tür“ zählt zu den Besonderheiten der Region, so Mühe.

Im Laufe der Jahre ist der Betrieb immer wieder neu aufgestellt worden. So wurde das Liefergeschäft zu Kurbetrieben reduziert und in Filialstandorte investiert. „In der Filiale Bückeburg als naher Standort zur Produktion, ist ein Bistro angegliedert mit täglich wechselndem Mittagstisch“, berichtet Jens Mühe, der Bratwurst und eine frische Frikadelle aus der Pfanne zu seinen Leibspeisen zählt.

Während Jens Mühe, der privat gerne Möbel aus Holz fertigt und sich ehrenamtlich im Gemeinde- und Samtgemeinderat mit Schwerpunkt Schul- und Bildungsarbeit engagiert, ist sein Bruder Paul als stellvertretender Obermeister in der Fleischerinnung aktiv. Gemeinsam jedoch führen die beiden Brüder die Fleischerei ihrer Großeltern in die Zukunft.