Fleischpreis-Index 2017

Der Online-Marktplatz für Caterings, Caterwings, hat eine Studie durchgeführt, in der die weltweiten Preise verschiedener Grundnahrungsmittel untersucht werden. Grund der Recherche waren Marktforschungszwecke für die geplante Expansion des Unternehmens in ausländische Märkte. Die Studie konnte insbesondere große Unterschiede bei den Preisen für Fleisch in verschiedenen Teilen der Welt deutlich machen. Um die Erkenntnisse zu veröffentlichen, hat Caterwings den Fleischpreis-Index 2017 herausgegeben, der eine detaillierte Übersicht der Fleischpreise in über 50 Ländern weltweit gibt.

Fleischpreis-Index 2017
Die Studie macht unter anderem deutlich, wie viel ein Verbraucher in einem Land arbeiten muss, um eine bestimmte Menge Fleisch kaufen zu können. - © Röhr

Die Studie zeigt, dass Fleisch in der Schweiz am teuersten ist und 141,9 % mehr kostet als der weltweite Durchschnitt, gefolgt von Norwegen (63,7 % teurer) und Hong Kong (61 % teurer). Die niedrigsten Preise wurden in der Ukraine festgestellt, wo Fleisch 52,3 % günstiger ist als der weltweite Durchschnitt, dicht gefolgt von Malaysia (50,3 % günstiger).

Um die Ergebnisse in die richtige Perspektive zu rücken, wurde ermittelt, wie bezahlbar Fleisch für die Bevölkerung der verschiedenen Länder ist. Dazu wurden die Arbeitsstunden berechnet, die bei Bezahlung nach Mindestlohn für den Erwerb der verschiedenen Fleischsorten nötig sind. Die Ergebnisse bestätigen nicht nur, dass die Fleischpreise von Land zu Land stark variieren, sondern auch, dass weltweit große Ungleichheit hinsichtlich der Verfügbarkeit von Fleisch herrscht.

Zur Erstellung des Indexes hat Caterwings die weltweiten Spitzenreiter im Konsum und in der Produktion von Fleisch untersucht, insbesondere von Rindfleisch, Hähnchenfleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Schweinefleisch und Lammfleisch. Nach genauer Betrachtung hunderter Lebensmittelhändler wurden die Daten erhoben, indem die Fleischpreise in den wichtigsten Städten der jeweiligen Länder, in denen mindestens 25 % der Bevölkerung leben, analysiert wurden. Die Rangfolge des Indexes richtet sich nach der prozentualen Abweichung vom weltweiten Durchschnittspreis und gibt Aufschluss darüber, wie günstig oder teuer die jeweiligen Fleischsorten in den verschiedenen Ländern sind.

„Unsere Studie, die ursprünglich als Marktanalyse gedacht war und Aufschluss über Kosten und Preise in der Catering-Branche geben sollte, hat einige wichtige Fragen aufgeworfen”, sagt Caterwings CEO Alexander Brunst. „Globale Ungleichheit ist ein ernstes Problem und es wird deutlich, dass das Thema Lebensmittelpreise bei der weltweiten Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Globalisierung auf der Tagesordnung stehen sollte.“

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

– Von den 10 teuersten Ländern sind 4 in Asien und die restlichen 6 sind in Nord- und Westeuropa.

– Von den 10 günstigsten Ländern sind 5 in Asien, 2 in Lateinamerika, 2 in Osteuropa und 1 in Nordafrika.

– Australien hat mit 111,5 kg pro Einwohner den höchsten Pro-Kopf-Konsum von Fleisch (Zahl bezieht sich auf das verfügbare Fleisch pro Person und Jahr). Indien hat den niedrigsten Pro-Kopf-Konsum mit 4,4 kg pro Person.

– Inder müssen 10,5 Stunden für Mindestlohn arbeiten, um dieselbe Menge Hähnchenfleisch zu kaufen, die Dänen bereits nach 0,3 Stunden Arbeit kaufen können. Im Vergleich: Inder müssen ebenfalls am längsten für Schweinefleisch arbeiten, nämlich 39,4 Stunden, während Dänen lediglich 0,7 Stunden arbeiten müssen.

– Obwohl Inder für drei der Fleischsorten am längsten arbeiten müssen, ist der Fleischpreis in Indien insgesamt 42,3 % günstiger als der weltweite Durchschnitt.

– Die günstigsten Preise für Rindfleisch und Fisch, Hähnchenfleisch, Schweinefleisch und Lammfleisch wurden der Reihenfolge nach in Indien, der Ukraine, Brasilien und Kolumbien ermittelt.

– Dänen müssen bei Bezahlung nach Mindestlohn für eine Portion Rindfleisch lediglich 1 Stunde arbeiten, während Indonesier für dieselbe Portion 23,6 Stunden arbeiten müssen.

www.caterwings.de/caterers/2017-fleischpreis-index