Politiker, EU-Kommissare und Prominenz aus allen Bundesländern trafen sich beim traditionellen Neujahrsempfang der Landesregierung Baden-Württemberg bei der EU Anfang Februar in Brüssel. Unter den geladenen Gästen war auch der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller, der das europäische Forum nutzte, Position zu beziehen in der Diskussion um das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP.

Elisabeth Adler-Gößmann, Sprecherin des Schutzverbandes, unterstrich im Gespräch mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Bedeutung des europäischen Siegels g.g.A. für Schwarzwälder Schinken, das die Herstellung in der Region verpflichtend festschreibt.
„Es geht darum, das europäische kulinarische Erbe, wie es neben anderen die Spezialität Schwarzwälder Schinken verkörpert, in seiner ursprünglichen und authentischen Form zu bewahren. Wir erwarten, dass TTIP, das wir vom Grundsatz her befürworten, diesen Schutz respektiert“, sagt Adler-Gößmann.
Ministerpräsident Kretschmann, der sich persönlich von der hohen Qualität der beliebten Spezialität überzeugte, versicherte den Herstellern, dass sie sich „keine Sorgen“ machen müssten, TTIP stelle den EU-Schutz nicht infrage.