
Wie die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall mitteilt, hat die Slow Food Stiftung für Biodiversität das Schwäbisch-Hällische Schwein jetzt offiziell als Passagier in die Arche des Geschmacks aufgenommen. Von A wie Augsburger Huhn über S wie Schwäbisch-Hällisches Schwein bis W wie Weiße Gehörnte Heidschnucke: 43 Arche-Passagiere gibt es hierzulande derzeit; das internationale Projekt der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt weltweit rund 1.450 regional wertvolle Nutztierarten, Lebensmittel und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden.
Anfang der 80er Jahre galten die Mohrenköpfle, wie die Schwäbisch-Hällischen ihrer charakteristischen Färbung wegen liebevoll genannt werden, als ausgestorben. Hohenloher Bauern wie Rudolf Bühler ist es zu verdanken, dass erstmals eine verloren geglaubte, traditionsreiche Landrasse wiederbelebt werden konnte.
Das Schwäbisch-Hällische Schwein ist die älteste deutsche Schweinerasse und erfüllt alle Kriterien für einen Arche-Passagier: Es hat eine historisch überlieferte Bedeutung, besitzt identitätsstiftenden Charakter für die Region Hohenlohe und unterstützt deren nachhaltige Entwicklung, es ist in seiner Existenz bedroht, stammt aus artgerechter Haltung, es ist frei von gentechnischer Veränderung, sein Fleisch ist von einzigartiger geschmacklicher Qualität und käuflich erwerbbar.