Früher wanderten kaputte Glühbirnen meistens in den Mülleimer. Seit in immer mehr Haushalten und Unternehmen Energiesparlampen herkömmliche Glühbirnen ersetzen, ist das mit der Entsorgung nicht mehr ganz so einfach.

Denn Energiesparlampen enthalten giftiges Quecksilber und die Mülltonne ist für sie tabu. Darauf weist die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hin.
Energiesparlampen sind Sondermüll und müssen an entsprechenden Sammelstellen, also Schadstoffmobilen oder Wertstoffhöfen abgegeben werden. Am Besten in einem schützenden Gefäß. Denn wenn eine Energiesparlampe beschädigt ist, kann Quecksilber austreten. Eines der Probleme dabei: Quecksilber verdampft bereits bei Raumtemperatur.
Wenn eine Energiesparlampe also in einem geschlossenen Raum zerbricht, sollten unbedingt schnell die Fenster geöffnet und der Raum für eine Viertelstunde verlassen werden. Sonst kann das giftige Metall über die Atemwege in den Körper gelangen und dort zu Vergiftungserscheinungen und Gesundheitsschäden führen. Anschließend sollten die Scherben und Lampenreste auch nicht mit bloßen Händen angefasst oder mit dem Besen aufgekehrt werden um sie zu entsorgen. Besser ist es, die Bruchstücke mit einen Stück Papier oder Karton und kleinere Splitter mit einem feuchten Tuch aufzunehmen. Dann alles zusammen in ein verschließbares Gefäß geben und ab damit zur Sammelstelle.
Wer so verfährt muss nicht mit Gesundheitsrisiken durch Quecksilberdämpfe rechnen. Das haben Messungen des Umweltbundesamtes gezeigt, auf die das Institut für Arbeitsschutz (IFA) aus Sankt Augustin hinweist (www.dguv.de; Webcode: d651604). Außerdem würden beim bestimmungsgemäßen Gebrauch neuer Lampen keine nennenswerten Quecksilberkonzentrationen auftreten. Übrigens: Als Alternative zu Energiesparlampen gelten Lampen mit Leuchtdioden (LEDs). Die kommen ohne Quecksilber aus.