Der Arbeitskreis Tierwohl der Rügenwalder Mühle, Bad Zwischenahn, veranstaltete am 24. April 2013 erstmals einen Workshop. Geladen waren neben den Wissenschaftlern der ersten geförderten Projekte unter anderem vier Teilnehmer des Kundenbeirats der Rügenwalder Mühle, sowie Vertreter der Fleischlieferanten des Unternehmens.

„Oberstes Ziel dieses Workshops war für uns, die Wissenschaftler und Lieferanten an einen Tisch zu bringen und den Austausch untereinander zu fördern“, sagt Adelheid Rauffus, Vorsitzende des Arbeitskreises Tierwohl. „Uns ist es wichtig, neben der Förderung von Forschungsarbeiten vor allem deren Ergebnisse direkt an die Lieferanten und die Viehhalter weiterzugeben, um tatsächliche Verbesserungen anregen zu können.“
Drei Institutionen – Klinik für Schweine der LMU München, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt aus Nürtingen, Martin-Luther-Universität aus Halle – arbeiten seit Anfang des Jahres mit Hilfe der Fördergelder des Arbeitskreises an ihren Forschungsvorhaben. In deren Mittelpunkt steht aktuell die Verbesserung der Bedingungen in der Schweinehaltung. Erste Ergebnisse wurden im Rahmen des Workshops vorgestellt und diskutiert. „Das große Interesse der Fleischlieferanten an den Fortschritten, die die Wissenschaftler mit ihren Arbeiten aufzeigen konnten, hat uns sehr beeindruckt und motiviert, diesen Austausch auch weiterhin nachhaltig zu unterstützen und voranzutreiben“, sagt Rauffus.
Im Vorfeld des Workshops wurden bereits neue Anträge für 2013 vorgestellt und bewertet. Dabei ermöglichte man erstmals auch Teilnehmern des Rügenwalder Kundenbeirats Einblicke in die Arbeit des Arbeitskreises zu erhalten und über die neuen Forschungsprojekte mit zu diskutieren. Dass die Beiräte mit großem Engagement an den Themen des Arbeitskreises interessiert sind, zeigt vor allem der Vorschlag eines Beirats: Er wies den Arbeitskreis darauf hin, dass im Zuge der Verbesserungen des Tierwohls nicht allein Züchter und Lieferanten an Lösungen arbeiten, sondern auch die Stallbauer von vornherein miteinbezogen werden sollten. Ein wertvoller Tipp, den der Arbeitskreis für die Zukunft aufnehmen wird.
Noch im Mai will der Arbeitskreis Tierwohl die Wissenschaftler informieren, die die Fördergelder für 2013 erhalten. Deren Zwischenergebnisse sollen voraussichtlich Ende November vorgestellt werden.