Metzgermeister Josef Weyh will nur dort hin, wo eine hohe Kundenfrequenz ist. „Da darf ein Einkaufszentrum für einen Handwerksbetrieb kein Tabu sein“, sagt Weyh und hat den Schritt ins Huma-Einkaufszentrum von Schwabach gewagt. Zusammen mit Ladenbau-Spezialist Schrutka-Peukert hat Weyh ein 300-qm-Objekt realisiert, das direkt im Eingangsbereich der Mall platziert ist.

Eine runde Sache mit klarer Linie
◆ Rund 15.000 Passanten besuchen täglich das Center und laufen somit an der Verkaufstheke vorbei. Weyh: „Wir haben mit unserem Ladenbauer dafür gesorgt, dass viele auch stehen bleiben, ein Aha-Erlebnis haben und vor allem einkaufen.“ Weyh als Metzgermeister und Betriebswirt des Handwerks weiß, dass so ein Vorhaben kein Selbstläufer ist. „Da muss ein Konzept dahinterstehen.“ Dieses hat er gemeinsam mit Fachplanern von Schrutka-Peukert, Kulmbach, ausgearbeitet: Eine große Thekenfront, die sich um das Objekt schlingt. Eine Theke, die die Ware nah an die Kunden bringt. Die Einbindung des Logos für den schnellen Wiedererkennungswert. Ein großer Heißthekenbereich für den Imbiss vor Ort samt großzügigem Sitzbereich sind nur einige Details des Konzeptes.
Da die Metzgerei-Filiale am Eingang der Mall platziert ist, laufen die Kunden direkt auf die Theke zu. Die Kubus-Tischtheke mit ihrem stützenfreien Glasaufsatz schafft es, dass die Ware direkt und ohne Ablenkung den Kunden präsentiert werden kann. Die klare Linienführung der Theke verstärkt dabei noch einmal die Fokussierung auf die Warenpräsentation. Kubus ist noch aus einem anderen Grund wie geschaffen für einderartiges Objekt mit verschiedenen Warenschwerpunkten: Die Tischtheke kann auch mit geschwungener Grundrissform auskommen. „Wahrscheinlich einzigartig am Markt“, ist Winfried Groß, Geschäftsführer von Schrutka-Peukert, stolz auf diese technische Meisterleistung. Denn trotz der Bögen in der Thekenform können die Frontscheiben samt Zahlplatten einfach nach vorne geklappt werden. Eine Innovation, die sich spätestens beim Reinigen der Scheiben bezahlt macht.
Um ein derartiges Objekt auch in der Summe bezahlt zu machen, gehören noch weitere Aspekte dazu. Weyh: „Ganz wichtig ist beispielsweise eine leistungsfähige Thekenkühlung im Kälteverbund, damit die Ware den ganzen Tag über frisch bleibt und auch so aussieht.“ Eingebaut ist das Kühlsystem Differential Plus, eine Kombination aus Kontakt- und Umluftkühlung mit hoher Warenschonung und geringster Austrocknung.
Zeitlos elegante Ladengestaltung
Was die Weyh’s endgültig überzeugte, war die zeitlose Architektur des Entwurfes und die wertige Verarbeitung von Edelstahl und Granit, die auch Langlebigkeit bei hohem Durchsatz garantieren. Die Fachplaner von Schrutka-Peukert realisierten eine zeitlos elegante Ladengestaltung mit warmen Farben, die auf das Corporate Design der Feinkostmetzgerei abgestimmt ist. Die rote Firmenfarbe, das Logo und ein Bild aus Blattgold finden sich an der Rückfront des Objektes. So sehen die Passanten schon von weitem, wer hier verkauft. Denn Weyh will mit seiner regionalen Herkunft und als Fachmetzger für Vertrauen bei den Kunden sorgen.
Diese Regionalität findet sich auch in der Theke. Das Fleisch kommt von Landwirten aus der Region. Vor allem im Wurstbereich werden zahlreiche regionale Produkte angeboten, die durch saisonale Angebote komplettiert werden. „Da probieren wir auch sehr viel aus“, erklärt Weyh seine Philosophie. Kontinuität ist sein Prinzip, wenn es um die Zusammenarbeit mit anderen Betrieben geht. So arbeitet Weyh im Huma-Zentrum mit der örtlichen Bäckerei Karg zusammen: „Dabei ist klar geregelt, wer was anbietet.“ Vom Bäcker kommen kalte Snacks und heiße Getränke. Die Feinkostmetzgerei Weyh bietet warme Speisen und kalte Getränke an. Die Kosten für den Sitzbereich werden 50/50 geteilt. „Da darf man dem anderen auch nicht neidisch sein, und für beide entsteht eine Win-win-Situation“, sagt Weyh. Ein Konzept, das aufgeht. Weyh kann dies sowohl mit Blick auf den Standort als auch auf die Zusammenarbeit mit seinen Partnern nur empfehlen. „Man muss sich den Standort genau anschauen, analysieren und den Ladenplaner frühzeitig mit einbinden“, sagt er. So können viele Ideen gesammelt und ein tragfähiges Konzept kann erarbeitet werden. Für Weyh ist dies bereits die vierte Filiale, die er mit Schrutka-Peukert realisiert hat. Seine Metzgerei ist vor allem auf fränkische Wurstprodukte spezialisiert und genießt in Schwabach und Umgebung einen sehr guten Ruf. Dies beweist auch das neue Objekt. Der Wurstbereich hat dort einen Umsatzanteil von rund 60 Prozent. Hinzu kommen rund 30 Prozent, die Weyh an Umsatz über die Heißtheke erzielt.