Gerade in gewachsenen Betriebsstrukturen kommt es häufig vor, dass die Abläufe in der Produktion nicht so harmonisch ineinandergreifen, wie das bei guter Planung möglich wäre.

Schuld daran sind in der Regel alte Gewohnheiten und Steuermechanismen, die beim Wachstum des Betriebs nicht hinterfragt und aus früheren Zeiten einfach übernommen wurden. Um einen optimalen Warenfluss zu gewährleisten, sollte man die betrieblichen Warenströme und die Auftragsströme in regelmäßigen Abständen analysieren und auf Verbesserungspotenzial prüfen.
Häufig ist es für den reibungslosen Arbeitsablauf sinnvoll, die Auftragsströme gerade entgegengesetzt der Warenströme laufen zu lassen, um Engpässe zu vermeiden. Wenn die Verpackung zu einer bestimmten Zeit eine Ware zum Verkauf bereitstellen muss, so sollte der Produktionsauftrag zuerst der Verpackungsabteilung erteilt werden. Diese gibt den Auftrag weiter an die Produktion und diese wiederum an den Einkauf. Wenn jede Einheit der Kette eine gewisse Planungsfreiheit genießt, kann auf diese Weise ein Warenstau/Produktionsstau vermieden werden und die Einheiten arbeiten reibungslos Hand in Hand.