Mit dem Sammelbegriff „Schädlinge“ wird eine ganze Reihe unterschiedlichster Tierarten bezeichnet, die alle jeweils in der Lage sind, große Schäden an gelagerten Rohstoffen oder Lebensmitteln zu verursachen. Bei uns in Deutschland richten Insekten, Nagetiere und Vögel die größten Schäden an.
Gefährdung durch Schädlinge
Schädlinge können mit gelieferten Rohstoffen eingeschleppt werden, oder aus der Umgebung in die Produktions- und Verkaufsräume eindringen.
Das Spektrum der möglichen Schädigungen reicht von Verunreinigungen und ekelerregendem Eindruck von lebenden oder toten Tieren in dem Lebensmittel oder auf dessen Oberfläche, bis hin zu akuter Gesundheitsgefährdung durch Mikroorganismen, die sich im Lebensmittel vermehren konnten.
Auch Allergien und allergische Reaktionen können durch Rückstände von Schädlingen ausgelöst werden. Da unsere Produkte immer und überall von Schädlingen befallen werden können, müssen entsprechende Schutzmaßnahmen vorgesehen und der Schutz ständig aufrecht erhalten werden.
Der Schutz der Produkte fängt schon bei der Gestaltung der Produktionsstätte an. Die Produktionsräume sollten keine unnötigen Öffnungen haben, durch die Schädlinge in die Räume gelangen können. Türen und Fenster dienen als Durchgang und um Licht in den Raum zu lassen. Türen sollten also wenn möglich geschlossen bleiben und Fenster, die auch zum Lüften geöffnet werden, müssen mit einem Fliegengitter zur Abwehr von Insekten und Vögeln ausgestattet werden.
Die organischen Abfälle aus der Produktion sind ebenfalls möglichst so zu lagern, dass keine Schädlinge angelockt werden oder sich darin ausbreiten können. Die Gefahr ist zu groß, dass sich die Schädlinge aus dem Abfall über den Betrieb ausbreiten können.
Da nicht alle Schädlinge sofort und leicht bemerkt werden, müssen die Mitarbeiter im Betrieb auch auf Spuren von Schädlingen achten. Das können Biss- oder Fraßspuren sein, aber auch Kot und Fußspuren, die von den Schädlingen hinterlassen werden. Ein regelmäßiger Kontrollgang im Dunkeln oder in der Dämmerung hilft, dämmerungsaktive Schädlinge rasch aufzuspüren. Auch Fremdhandwerker, wie zum Beispiel Installateure, Elektriker und Servicetechniker, sollten informiert werden und in den unzugänglichen Stellen des Betriebs, wie Kabelkanälen und Rohrleitungen, auf die Spuren von Schädlingen achten.