Forschungsgruppe Tierschutz D&S Fleisch Wägeverfahren in der Entblutestation beschlossen

Gegründet mit dem Ziel, bestmögliche Sicherheit in Sachen Tierschutz bei der Schweineschlachtung zu gewährleisten, hat sich die „Forschungsgruppe Tierschutz D&S Fleisch“ zur zweiten Sitzung getroffen, um über Methoden und Möglichkeiten der Einführung von tierschutzrelevanten Parametern in der Schweineschlachtung zu diskutieren und neue Verfahren im Sinne des Tierschutzes auf den Weg zu bringen. Die mit Wissenschaftlern hochkarätig besetzte Arbeitsgruppe diskutierte insbesondere über das Problem, dass zu 100 Prozent sichergestellt werden muss, dass nur vollständig entblutete Schweine in die Brühanlage gelangen können. Die einstimmige Empfehlung der Forschungsgruppe zur Sicherstellung der vollständigen Entblutung jedes betäubten Schlachtkörpers ist das Wägeverfahren.

Die Forschungsgruppe Tierschutz D&S Fleisch hat den Einsatz eines Wägeverfahrens in der Entblutestation bei der D&S Fleisch GmbH beschlossen. - © Forschungsgruppe Tierschutz D&S Fleisch

Wägeverfahren in der Entblutestation beschlossen

„Wir haben bereits die Möglichkeiten des Einbaues der Waagen mit der Arbeitsgruppe vor Ort überprüft und sind uns sicher, dass wir das Wägeverfahren einsetzen werden“, sagt Herbert Dreckmann, Geschäftsführer der D&S Fleisch GmbH, Essen/Oldenburg. „Unser Anliegen ist, so schnell wie möglich das zusätzliche Kontrollsystem bei der Schlachtung im Sinne des Tierschutzes einzuführen. Damit sind wir nach Angaben von Professor Troeger vom Max–Rubner–Institut in Kulmbach weltweit die erste Schlachterei, die eine zusätzliche Sicherheitsdimension bei der Schlachtung für den Tierschutz aufzeigt“, ergänzt Dr. Andreas von Breitenbuch, Leiter der Abteilung Qualitätsmanagement.

Trotz Erfüllung der geltenden Tierschutzbestimmungen setzt D&S Fleisch auf ein Mehr an Sicherheit in Bezug auf den Tierschutz. Nun wird das Unternehmen den Prozess des Ausblutens nicht nur wie bisher durch geeignete Fachkräfte optisch kontrollieren, sondern auch durch technische Kontrollen unterstützen. Wissenschaftlich begleitet wird die Einführung des Wägesystems durch eine Bachelorarbeit an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.