Verdauen beginnt im Mund

Die Verdauung unserer Speisen beginnt bereits in dem Augenblick, in dem wir die Speisen im Mund haben. Durch gründliches Zerkleinern mit den Zähnen können wir die Speisen nicht nur einfacher herunterschlucken, wir regen damit auch die Speichelproduktion im Mund an.

Durch vermehrte Speichelbildung im Mund werden langkettige in kurzkettige und süß schmeckende Kohlenhydrate aufgespalten. - © Thommy Weiss / www.pixelio.de"

Verdauen beginnt im Mund

Durch den vermehrten Speichel und das intensive Vermischen mit den Speisen, wird das im Speichel enthaltene Enzym α-Amylase aktiviert und langkettige Kohlenhydrate werden bereits im Mund aufgespalten. Darum schmecken Brot und Backwaren nach längerem, intensiven Kauen leicht süßlich.

Die langkettigen Kohlenhydrate werden in kurzkettige, süß schmeckende Kohlenhydrate aufgespalten. Durch scharfe Gewürze, wie Paprika, Pfeffer, Chili oder Senf wird die Speichelproduktion zusätzlich angeregt.

Der Speichel soll aber nicht nur die Verdauung erleichtern und die Speisen geschmeidiger zum Schlucken machen. Der Speichel ist auch wichtig, um die Zähne nach der Mahlzeit vor schädlichen Säuren zu schützen. Die Säuren werden entweder mit der Nahrung zugeführt, zum Beispiel mit Fruchtsäften, oder entstehen im Mund nach der Mahlzeit, wenn Bakterien die Speisereste zersetzen. Der Speichel ist in der Lage, die Säuren zu neutralisieren, und ist damit ein wichtiger Baustein im natürlichen Schutz vor Karies.