Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat erneut besonders qualifizierte Nachwuchskräfte der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit dem Internationalen DLG-Preis ausgezeichnet. Die sieben Preisträger für das Jahr 2011 kommen aus Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie aus Kasachstan. Die Auszeichnungen wurden von DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer und Carolin Knust, Mitglied im Leitungsteam der Jungen DLG, im Rahmen der DLG-Wintertagung am 12. Januar 2011 in München verliehen.

Christoph Thelen erhält DLG-Preis 2011
Mit dem Preis will die DLG vielversprechende Nachwuchskräfte in die Lage versetzen, sich weiter zu qualifizieren, um im beruflichen Umfeld und im außerberuflichen Bereich erfolgreich für die Agrar- und die Ernährungswirtschaft zu wirken. Der Internationale Preis wurde 1985 anlässlich der Hundertjahrfeier der DLG ins Leben gerufen.
Mit einem Fortbildungspreis, der mit 4.000 EUR dotiert ist, wurde der Metzgermeister und Lebensmitteltechnologe Christoph Thelen aus Gelsenkirchen ausgezeichnet. Der 26-jährige Preisträger absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Fleischer, die er 2007 erfolgreich abschloss. Anschließend entschied er sich zu einem Studium der Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Ostwestfalen/Lippe mit einem Schwerpunkt auf Fleisch, das er 2010 mit einem Bachelor of Science beendete. Während seiner gesamten beruflichen Ausbildungsphase sammelte er in der heimischen Fleischerei erste Berufserfahrungen. Gegenwärtig ist er als Versuchs- und Anwendungstechniker für Lebensmitteltechnologie bei der Vemag Maschinenbau GmbH in Verden angestellt. Langfristig verfolgt er das Ziel, den elterlichen Betrieb weiterzuführen. Bis es soweit ist, nutzt er die Zeit, um möglichst viele, auch internationale Erfahrungen, bei Lebensmittelproduzenten zu sammeln und sich fit für die Leitung des eigenen Betriebs zu machen. Christoph Thelen zeichnet sich durch gute Leistungen im Studium und ein großes ehrenamtliches Engagement aus: Seit 2006 ist er stellvertretender Vorsitzender beim Juniorenverband des Deutschen Fleischerhandwerks, und ebenso lange arbeitet er als sensorischer Prüfer bei Qualitätswettbewerben des Deutschen Fleischerverbandes in Nordrhein-Westfalen. Den Internationalen DLG-Preis möchte er dazu verwenden, sein fachliches Wissen weiter abzurunden und eventuell noch das Masterstudium zu absolvieren.