In unseren Breitengraden kennt man Rentiere in der Regel nur aus den Weihnachtsgeschichten, als Zugtiere vor dem Schlitten des Weihnachtsmanns. In den Polarkreisregionen rund um den Globus wird das Ren hingegen schon vermutlich sehr mehr als 3.000 Jahren als Haustier gehalten.

Elch und Ren
Damit ist das Ren die einzige Hirschart weltweit, die domestiziert wurde. Das Fleisch des Rens ist sehr mager und eignet sich sowohl zur Wurst- und Schinkenproduktion sowie auch als Frischfleisch.
In Europa werden Rentiere hauptsächlich im Norden Skandinaviens gezüchtet; es gibt aber auch kleinere Herden im nördlichen Schottland. In Kanada und Alaska wird das Ren seltener gezüchtet, dort werden meist wild lebende Rentiere gejagt, die dort Karibou genannt werden.
Ein weiterer Exot aus dem hohen Norden ist der Elch, der sich ebenfalls hervorragend als Fleischlieferant eignet. Elche stammen fast ausschließlich aus der Jagd und teilen sich das Verbreitungsgebiet mit den Rentieren. Im Gegensatz zum eher kleinen Ren handelt es sich bei dem Elch um die größte Hirschart auf der Erde. Elche können vom Kopf bis zum Schwanz einen Länge von gut drei Metern erreichen und ein Gewicht von bis zu 800 kg. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 2,30 m sind sie damit deutlich größer als ein Rind.