Wer Wurst herstellt, muss diese irgendwie verschließen – abbinden. Früher gab es nur eine Möglichkeit, nämlich die Würste mit Wurstgarn an beiden Enden zu verknoten und dabei auch gleich noch die Aufhängeschlaufe von Hand zu knoten. Inzwischen ist der Clipverschluss für Würste sehr verbreitet.

Garn oder Clip?
Der Clipverschluss hat den Vorteil, dass er den Darm sehr dicht verschließen kann und die Methode sehr schnell ist. Damit spart der Clipverschluss sehr viel Arbeitszeit. Je nach maschinellem Aufwand, kann der Clip manuell, halb- oder vollautomatisch geschlossen werden.
Zudem gibt es verschiedene Typen von Clips, die sich jeweils besser für Kunstdärme oder besser für Naturdärme eignen. Der Nachteil der Methode liegt in den Anschaffungskosten für die Maschinen und die Clips, die deutlich über dem Preis einer Rolle Wurstgarn liegen. Bei pneumatischen Systemen muss auch ein Druckluftkompressor betrieben werden, der vermutlich nicht in jeder Fleischerei vorhanden ist.
Ein weiterer Faktor ist die Optik der abgebundenen Wurst gegenüber der geclipten Ware. Zwar ist der Clipverschluss heute weitgehend etabliert, sieht aber weniger „handwerklich“ aus als eine mit Garn abgebundene Wurst.