Früher war Gicht die Krankheit der Reichen. Bei der ärmeren Landbevölkerung kam Gicht so gut wie nie vor. Das lag an der unterschiedlichen Ernährungsweise der Reichen und Armen. Bei den reicheren Leuten kam im Gegensatz zu den ärmeren viel Fleisch auf den Tisch.

Gicht – die Wohlstandskrankheit
Die Gicht ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der im Körper zu viel Harnsäure gebildet wird und nicht ausreichend Harnsäure ausgeschieden werden kann. Die überschüssige Harnsäure lagert sich in den Gelenken an, wodurch es zu den typischen, schmerzhaften Veränderungen der Gelenke kommt.
Die Harnsäure wird aus Purinen gebildet, die in allen Zellen enthalten sind. Frei von Purinen sind Speicherstoffe wie Stärke und Zucker sowie Ausscheidungsprodukte wie zum Beispiel Milch. Auch Fette, Öle und Butter sind frei von Purinen.
Häufig reicht schon eine Umstellung der Ernährung, um den Gichtpatienten Linderung zu verschaffen. Purinreiche Lebensmittel wie etwa Fleisch, Wurst, Fisch, Hefe und Hülsenfrüchte werden durch purinarme oder purinfreie Lebensmittel ersetzt, so dass nur wenig Purine aufgenommen werden können.