Möhrentopf

So vielfältig wie die Namen sind auch die möglichen Verwendungen der Karotte. Das gesunde Gemüse kommt pikant oder süß, als Saft oder in Salaten auf den Tisch. Als leckeres Eintopfgericht lässt es sich schnell zubereiten und eignet sich ideal für die Heiße Theke.

Ein Möhrentopf mit Hackfleisch und Petersilie macht mit seinen frischen Farben Appetit. - © CMA

Möhrentopf

Möhre oder Karotte? Oder doch Mohrrübe, Wurzel, Rübli oder Gelbe Rübe? Alle Namen sind richtig, wenn es um die gesunden, orange-roten Wurzeln mit buschigem Grün geht. Je nach Region, Form oder Erntezeit werden verschiedene Bezeichnungen verwendet.

Im Süden Deutschlands und in Österreich kommt zum Beispiel die Gelbe Rübe auf den Tisch, in der Schweiz das Rübli, in Norddeutschland die Wurzel. Treib- und Frühmöhren – das sind kurze Möhren mit abgestumpftem Wurzelende – heißen traditionell Karotten. Junge Möhren mit spitzem Wurzelende werden zusammen mit dem Grün als Bundmöhren verkauft. Sommer- und Herbstmöhren bietet der Handel hingegen ohne Grün und gewaschen als Waschmöhren an. Dauermöhren werden erst im November geerntet und eignen sich zur Winterlagerung in Mieten oder Kühlhäusern.

Möhren sind eine der ältesten heimischen Gemüsearten. Vielerorts wachsen sie auch wild. Die heute fast ausschließlich angebotene orangene Rübe ist eine Kreuzung aus verschiedenen Urformen mit roter, schwarzer oder violetter Färbung.

Die Wurzeln gehören zu den wertvollsten Gemüsearten, ihre medizinischen Eigenschaften sollen schon den Römer bekannt gewesen sein. Wichtigster Inhaltstoff ist Provitamin A oder Betacarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Der Organismus benötigt dieses Vitamin vor allem für den Sehvorgang. Ein Mangel kann zu Nachtblindheit führen. Außerdem unterstützt Vitamin A den Stoffwechsel, die Hautbildung und das Immunsystem.

Aus Möhren lassen sich die unterschiedlichsten Gerichte herstellen. Angefangen von leicht bekömmlichen Zubereitungen als Brei für Säuglinge und Kleinkinder, über gekochte Möhren als Beilage, in Suppen oder Aufläufen, als Rohkost in Salaten, bis hin zu süßen Karottenkuchen ist das Wurzelgemüse vielseitig verwendbar. Es ist jedoch wichtig, die Möhren immer mit etwas Fett zuzubereiten, da das wichtige Vitamin A fettlöslich ist und daher nur in Verbindung mit Fett vom Körper verwertet werden kann. Etwas Butter zum Andünsten, ein Schuss Sahne bei Suppen oder wenige Tropfen Öl in Rohkostsalaten reichen dafür jedoch aus.

Ein leckeres Gericht mit Möhren, das sich auch ideal für die Heiße Theke eignet, ist der Möhrentopf mit gebratenem Hackfleisch. Der Eintopf lässt sich schnell und einfach zubereiten und macht mit seiner frischen Farbe Appetit auf etwas Gesundes.

Zubereitung

Die Möhren waschen, putzen und in Stifte schneiden. Kurz in 1 EL Butter andünsten und mit Brühe auffüllen. Zugedeckt etwa zehn Minuten köcheln lassen. Den Lauch in Ringe schneiden, waschen und zu den Möhren geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Rinderhack mit Pfeffer, Salz, Knoblauch- und Zwiebelsalz würzen. In einem weiteren Topf in 1 EL Butter anbraten. Mit Worcestersauce abschmecken und zu dem Gemüse geben. Petersilie kleinhacken und darüberstreuen. Dazu passt Stangenweißbrot.

CMA