Erfolgreich disponieren

Weil Kunden immer öfter und zu jeder Zeit eine 100-prozentige Verfüg bar keit ihrer Artikel vor aus setzen, steht das Dispo sitionsmanagement vor steigenden Anforderungen . Um diese Kunden erwar tung zu erfüllen, bestehen zwei Möglichkeiten: material wirtschaftliche Entscheidungen werden „zu Fuß“ oder aber vollständig automatisiert durch Nutzung eines Dispositions-Management-Systems (DIS) getroffen.

Die Lagerbestandsgrößen werden im DIS durch Fortschreibung der Verbräuche automatisiert ermittelt. - © CSB-System AG

Erfolgreich disponieren

Entscheidungen in der Materialwirtschaft kundenorientiert zu treffen, ist zwingend notwendig. Kurzfristige Lieferbereitschaft wird erwartet und letztlich auch vom Kunden belohnt. Insofern ist das Dispositionsmanagement einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Betriebe.

Die für die Disposition relevanten Daten aus allen Unternehmensbereichen müssen verfügbar sein, um Entscheidungen optimal treffen zu können. Angesichts der Komplexität der Informationen ist es heute nahezu unmöglich, Entscheidungen ohne ein automatisiertes Dispositions-Management-System zu treffen, das weitgehend in ein ERP-System integriert ist beziehungsweise darauf aufbaut.

In der Praxis ist die Disposition abhängig von der Qualität der Informationen, das heißt primär von der Übereinstimmung der physischen und informatorischen Bestände: der Bestand im ERP-System muss jederzeit dem Bestand im Lager entsprechen. Um das sicherzustellen, sind organisatorische und technologische Maßnahmen erforderlich, damit die physischen Warenbewegungen jederzeit und überall in der ERP-Software erfasst werden können.

Anforderungen an das System

Die retrograde Ermittlung der Menge der zu beschaffenden Güter setzt voraus, dass die erfassten Absatzdaten sowie alle materialwirtschaftlich relevanten Informationen der gesamten Wertschöpfungskette bei der Beschaffungsentscheidung berücksichtigt werden.

In den Absatzmodulen ist zuerst zu prüfen, ob Kundenaufträge informatorisch für Einzel- und Sammelbedarfsbestellungen aufbereitet werden können. Die Verknüpfung zwischen einem Absatzartikel und einer Stückliste/einem Sortiment stellt den nächsten Prüfpunkt für eine fundierte Beschaffungsentscheidung dar. Die Lagermodule müssen in der Lage sein, chargengenau Istbestände und dispositive Bestände mit Zeitbezug zu verwalten.

Logistische Daten, die insbesondere die Wiederbeschaffungszeit von Gütern betreffen, müssen artikel- und lieferantenabhängig (wochentags- und monatsabhängig) hinterlegt werden können. Mit dem Ziel der Lagerreduktion muss das System sowohl für Einzelbedarfs- als auch für Sammelbedarfsbestellungen auf Basis der vorangegangenen Daten den optimalen Bestellzeitpunkt ermitteln und einen endgültigen Bestellvorschlag mit der Lieferantenauswahl zur Verfügung stellen.

Die programmorientierte Disposition ergänzt diesen Ablauf, indem die Produktionsplanung vollständig einbezogen wird. Und bei der verbrauchsorientierten Disposition werden die informatorischen Grundlagen benötigt, die die Lagerbestandsgrößen verwalten. Eine hohe Sortimentsbreite und -tiefe macht die Pflege von Lagerbestandsgrößen besonders aufwendig.

Lagerbestandsgrößen ermitteln

Die EDV kann hierbei effektiv Hilfe leisten, indem sie eine detaillierte Verbrauchsfortschreibung ermöglicht. Über die Festlegung von Regeln werden in einem ersten Schritt Zeiträume festgelegt, die den saisonalen Verbrauchsschwankungen Rechnung tragen. Dann werden mittels geeigneter mathematischer Methoden die Verbräuche ermittelt, die auf diese Zeiträume entfallen, und damit letztlich auch die jeweiligen Bestandsgrößen. Zur Reduktion der Abweichungen sind Verfahren in einem ERP-System zu integrieren, durch die die Mitarbeiter direkt informiert werden.

Durch die Nutzung eines Dispositions-Informations-Systems, das in ein ERP-System integriert ist, optimieren Unternehmen den betrieblichen Informationsfluss und verbessern ihre Reaktionsgeschwindigkeit. Mit der Integration aller Mitarbeiter in die Bestandsverantwortung des Unternehmens wird das Dispositions-Informations-System letztlich zu einem strategischen Führungsinstrument.www.csb-system.com

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