Die Anlagenperipherie in den Unternehmen und die Automatisierung mittels intelligenter Softwaresteuerungen wachsen zunehmend zusammen. Im Bereich der Produktion sorgt die ERP-Software mit integrierten Steuerungen und Schnittstellen für eine lückenlose Datenerfassung direkt vor Ort.

Geschlossene Logistikkette
Die vollständige Verfügbarkeit sämtlicher Informationen über alle mechanischen und automatisierten Prozesse ermöglicht den Unternehmen der Lebensmittelindustrie und des Lebensmittelhandels, die Produktivität der eingesetzten Maschinen zu maximieren. Der auf die Anforderungen der Foodindustrie spezialisierte Softwareanbieter CSB-System AG, Geilenkirchen, hat in über drei Jahrzehnten sukzessive Lösungen für die Harmonisierung von Informations- und Materialfluss der Logistikprozesse in einem integrierten Gesamtsystem entwickelt. Dadurch sind Unternehmen heute in der Lage, auf alle Daten ihrer Anlagen automatisch zuzugreifen und auf diese Weise doppelte Datenerfassung, -pflege und aufwändige Hardwarewartung zu vermeiden. Die Zuverlässigkeit der Anlagen wird somit gewährleistet. In einem Leitstand können jederzeit die Ist-Zustände der Maschinen und Produktionsanlagen abgefragt werden.
Muster für logistischen Ablauf
Die Logistikkette wird durch das branchenspezifische ERP-System komplett geschlossen. So kann in einem Lebensmittelbetrieb der Ablauf wie folgt abgebildet werden: Der Wareneingang wird im CSB-System erfasst und damit der Rohstoff dem Rohstofflager zugebucht. Im Programm für die Produktionsaufträge werden die geplanten Mengen für die Folgewoche erfasst. Die Optimierung der geplanten Produktion erfolgt mit einem eigens dafür vorgesehenen Tool. Über dieses Softwarewerkzeug können unter anderem die Maschinenbelegung, Personalkapazitäten sowie Produktionszeiten und -abfolgen abgerufen werden. Hierbei werden alle im Betrieb vorhandenen Linien und Produktionsabteilungen berücksichtigt. In Matrixform kann eine Wochenübersicht mit allen Wochentagen pro Linie dargestellt und gedruckt werden. Angezeigt werden etwa die Priorität der Informationen, die Artikelnummer, Artikelbezeichnung, Form, Menge und Marke. Aus den optimierten Produktionsaufträgen werden im nächsten Schritt Chargen generiert.
Danach werden Produktionsanweisungen gedruckt, aus denen zugleich die zu produzierende Menge mit den entsprechenden Rezepturen zu ersehen ist. Diese Chargen werden dann an die Abteilungen weitergegeben und bearbeitet. Die Ist-Mengenverbuchung findet aufgrund der Produktionsmengenerfassung der Halbfabrikate oder Endprodukte statt, also jeweils auf Basis des Produktionsergebnisses, das die Abteilung verlässt. Die jeweils eingesetzten Rohstoffe und Halbfabrikate werden von den Lagern abgebucht. Bei Bedarf werden die Unterrezepturen mit aufgelöst. In der Verpackungsabteilung wird dann das verkaufsfertige Endprodukt hergestellt, das heißt, die Produkte werden mit Folie, Karton und Etikett verpackt. Nach Palettenbildung und Folienumwicklung der Palette wird auch hier der Produktionsausgang des Endproduktes erfasst. Dabei erfolgen die entsprechende Rohstoff-/Halbfabrikatabbuchung und Zubuchung des Artikels in das Fertigwarenlager. Im Rahmen dieses Prozesses wird ein Etikett mit der Referenznummer in Form eines Barcodes aufgebracht. Es wird eine eindeutige Nummer vergeben, die die Referenzierung im CSB-System mit allen Informationen zu dem Artikel, zur Charge, zum MHD und zum Lager erlaubt. Der Barcode wird immer an der gleichen Stelle der Palette aufgebracht. Die im Fertigwarenlager befindlichen etikettierten Paletten können nun bei der Verladung oder bei Auslieferung an einen Kunden aufgrund der Referenznummer schnell, einfach und eindeutig identifiziert werden. Durch den Einsatz eines modernen ERP-Systems sind Prozessplanung, -steuerung und -kontrolle personenunabhängig organisiert. So kann die Produktionsleitung automatisch über Stillstandszeiten und Störfälle via Handy informiert werden. Die Logistiklösung bietet weit mehr als die Einbindung von einzelnen Anlagen. Denn über das offene Schnittstellensystem von M-ERP wird die gesamte Logistik nicht nur effizienter, sondern zusätzlich mobil. Die Unternehmenszuverlässigkeit ist standortübergreifend in allen Bereichen garantiert und trägt so zu einer Steigerung der gesamten Wettbewerbsfähigkeit bei.www.csb-system.com