Rüdiger Hanske aus Essen hat sich ganz auf das Geschäftsfeld Partyservice und Catering konzentriert. Mit besonderen Angeboten, die jede Feier - ob klein oder groß, privat oder öffentlich - zu einem Event mit individuellem Ambiente werden lassen, hebt sich der Fleischermeister deutlich von der Konkurrenz ab.
Anders sein als andere
Wenn das Außergewöhnliche das Normale sein soll, sieht sich Rüdiger Hanske in seinem Element. Seit sich der Fleischermeister aus Essen-Borbeck entschloss, den elterlichen Betrieb zu übernehmen, war es sein erklärtes Ziel, aus dem Rahmen zu fallen. Und um die Vergleichbarkeit mit den Kollegen von Anfang an schon äußerlich auszuschließen, verwandelte er das Fleischer-Fachgeschäft in einen Ausstellungsraum für Delikatessen und Partyservice, in der Wurstküche hatten fortan die Köche das Sagen. Das war vor rund 30 Jahren.
Inzwischen ist das Unternehmen in ein Industriegebiet umgezogen und verfügt über 700 m2 Produktionsfläche. Vom Kühlhaus über die Küche bis zum Lager für das umfangreiche Zubehör ist hier alles unter einem Dach und dazu auf einer leicht zugänglichen Fläche untergebracht. Kurze Wege und schnelles Handling sind garantiert. Rationelles Arbeiten von der Vorbereitung bis zur Beladung der Fahrzeuge unter optimalen Hygieneaspekten kennzeichnet die Atmosphäre im neuen Betriebsgebäude.
„Man muss anders sein als andere“, lautet auch heute noch die Devise des Unternehmens, das mit Vorliebe ausgefallene Ideen der Kundschaft umsetzt. Ob ein Festessen unter Tage gewünscht wird oder zum „Dinner in the sky“ in luftiger Höhe am Haken eines Krans ein festlicher Tisch eingedeckt werden soll, um einen grandiosen Ausblick auf das Ruhrgebiet zu garantieren - was machbar ist, wird gemacht. Burgen und Schlösser stehen als Event-Standorte ebenso zur Auswahl wie restaurierte ehemalige Industriebetriebe, in denen die Atmosphäre von Kohl und Stahl für Lokalkolorit sorgt. Somit versteht Rüdiger Hanske den Begriff „Event-Catering“, den er sich auf die Fahnen geschrieben hat, im doppelten Sinne. „Es kann die Verpflegung zu einem besonderen Anlass sein oder eben die Bewirtung selbst wird zum Event“, erläutert er. Dabei spielt das Umfeld immer eine Rolle. Im Mittelpunkt steht jedoch der Anlass der Bewirtung, der den passenden und möglichst unvergesslichen Rahmen erhalten soll.
Für kleine und große Events
Ein hoch gestecktes Ziel, denn die Kunden werden immer anspruchsvoller. Das aber erfordert immer mehr Logistik und Material, das bereitgehalten werden muss. Aus diesem Grund schaffte sich der motorsportbegeisterte Fleischermeister eine Flotte von Event-Trucks an, die mit ihrem amerikanisch-bulligen Auftreten auf jeden Fall für eines sorgen: Sie fallen ins Auge. Um diese Fahrzeuge unabhängig vom Catering-Geschäft vermarkten zu können, wurde die Hanske Event-Company vor zwei Jahren gegründet. „Besonders gern werden die GMC-Trucks zu Hochzeiten gebucht, aber auch wenn es bei Präsentationen auf den visuellen Effekt ankommt“, erläutert der Fan PS-starker Motoren. Und so wundert es kaum, dass die Boliden oft auch bei Foto-Sessions für sportliche Mode ins rechte Licht gerückt werden. Da diese mit ihren ungewöhnlichen Maßen und einer Breite von über 2,50 Metern nicht in eine normale (Tief-)Garage passen und auch im Berufsverkehr des Ruhrgebiets nicht unproblematisch zu bewegen sind, verlässt sich Hanske beim Ausliefern der Speisen lieber auf konventionelle Kühltransporter. Eine Ausnahme gibt es in der Grillsaison, wenn ein US-Smoker Grill im Zentrum einer stilgerechten Barbecue-Party stehen soll. Der rollt dann auf Wunsch auf der Ladefläche eines bulligen Pick-ups an.
Es geht aber auch deutlich dezenter, gern mit einem Hauch von Eleganz. Ein Dekorateur gehört schließlich auch zum Team der zehn festen Mitarbeiter, die nach Bedarf aus einem Pool von 25 fachlich versierten Aushilfskräften unterstützt werden. Das Hauptgeschäft des Unternehmens liegt im Catering auf Messen und Ausstellungen, bei Betriebsfesten und Präsentationen. „Hier ist nicht die Zahl der Gäste entscheidend, sondern die funktionierende Logistik und die präzise Planung“, sagt der Chef. Die Palette reicht neben der Betreuung von Firmenkunden bis zum individuellen Kochen bei Privatleuten in deren eigenen vier Wänden. Besonders in Zeiten, in denen man beim gediegenen Speisen lieber unter sich und vor neugierigen Blicken und Paparazzi verschont bleiben möchte, erfreut sich diese Geschäftssparte immer größerer Beliebtheit. Bei diesen Home-Dinners ist Diskretion Ehrensache. Doch auch wenn das Rampenlicht gefragt ist, sollten das Essen und der Service entsprechend optische und genussorientierte Aspekte an den Tag legen. Und die entsprechende Manpower, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Internationale Großveranstaltungen wie der Porsche Cup in Zandvoort oder der Familientag des RWE zählen dazu. Besonders spannend wird es, wenn beim „Rush-Hour-Catering“ auf der Tennisanlage des Etuf-Clubs Essen binnen kürzester Zeit bis zu 6.500 Personen an die Catering-Einheiten strömen.Rainer Heck