Editorial -

Weichen gestellt

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Seit Jahren geht die Zahl der Fleischer-Fachgeschäfte deutschlandweit stetig zurück. Gründe dafür gibt es viele. Ständig zunehmender Wettbewerbsdruck, Mangel an Berufsnachwuchs, fehlende Fachkräfte sowie Schwierigkeiten bei der Unternehmensnachfolge sind nur einige der Probleme, die diesen „Konzentrationsprozess“ hin zu größeren Betrieben oder den „Trend zur Filialisierung“ erzwingen. Der Wandel des Marktes, ein sich permanent veränderndes Verbraucherverhalten, die Digitalisierung aller Abläufe in Produktion und Verkauf, immer neue wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen sind weitere Herausforderungen, auf die das Fleischerhandwerk laufend passende Antworten finden muss. Wem das nicht gelingt, wird seinen Betrieb über kurz oder lang schließen müssen.

Um die eigene Marktposition zu stärken, das Image der Berufe im Fleischerhandwerk zu verbessern, Einfluss auf die Politik nehmen zu können sowie um fachlich und betriebswirtschaftlich stets auf dem Laufenden zu sein, braucht die Branche einen starken Verband, der die Betriebe mit den richtigen Entscheidungen unterstützt und entschlossen handelt. Letzteres setzt allerdings Handlungsfähigkeit voraus.

Fit für die Zukunft

Auf dem Deutschen Fleischer-Verbandstag in Potsdam hat die Mitgliederversammlung den vom DFV-Präsidium und dem Gesamtvorstand empfohlenen Perspektivbeschluss gefasst und einer entsprechenden Satzungsänderung zugestimmt. Damit haben die Delegierten für die notwendige Handlungsfähigkeit des DFV gesorgt und die Weichen in die richtige Richtung gestellt.

Konkret bedeutet das vor allem: Es wird ein „Kompetenzverbund von DFV, Landesinnungsverbänden und Innungen geschaffen“, der die Attraktivität einer Mitgliedschaft steigern und die Organisation insgesamt stärken soll. Zudem besteht für Fleischereien zukünftig die Möglichkeit einer Direktmitgliedschaft im DFV. Mit diesen Maßnahmen sollen Nicht-Mitglieder (zurück-)gewonnen werden. Das kann funktionieren!

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