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Wasserqualität vor Ort überprüfen

Feuchtigkeit und Wärme sind die idealen Lebensgrundlagen für eine Vielzahl von Mikroorganismen, die unter Umständen auch dem Menschen gefährlich werden können. Mit einem neuartigen Keim-Schnellnachweis lässt sich die mikrobiologische Belastung von Wasser und Oberflächen seit Kurzem ohne kostspielige und zeitaufwendige Laboruntersuchungen direkt vor Ort abschätzen.

Experten des Instituts für Hygiene und Biotechnologie (IHB) an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim haben das neuartige Test-Kit im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickelt und in die Praxistauglichkeit umgesetzt. Um speziell Keime nachweisen zu können, die im Übergangsbereich zwischen Wasser und festen Oberflächen einen sogenannten Biofilm bilden, entwickelten die Wissenschaftler eine auf Antikörper basierende Testmethode weiter, wie sie auch bei Schwangerschaftstests bereits zum Einsatz kommt.

Der Schnellnachweis eignet sich insbesondere dazu, eine gefährliche Belastung mit Enterobakterien, zu denen auch der EHEC-Erreger zählt, auszuschließen.

Entsprechend interessant ist die schnelle Testmethode für die Kontrolle von Brauch- und Prozesswasser sowie Oberflächen in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben, im Lebensmittelhandel und in der Gastronomie. Auch bei raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) sowie sonstigen Klimageräten gibt der Schnellnachweis innerhalb weniger Stunden Auskunft darüber, ob die Keimbelastung über einer kritischen Grenze von 100 KBE/ml (100 koloniebildende Einheiten pro Milliliter) liegt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen. Dabei ist der Test so einfach, dass er auch von Laien sicher und schnell ausgeführt werden kann.

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