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Von Amaretti bis Cantuccini

Zum Espresso ist süßes Gebäck die perfekte Ergänzung. Ob Amaretti, Cantuccini oder Cannoli – die Italiener haben eine große Palette an leckeren Spezialitäten zu bieten.

Besonders bekannt sind Amaretti, die ihren Namen von dem bitteren Mandelaroma haben (amaro = bitter). Das Gebäck lässt sich einfach auch zu Hause zubereiten: Gemahlene Mandeln mit Zucker, Puderzucker, Eischnee und einem Schuss Mandellikör (Amaretto) vermengen und zu einem Teig verkneten. Je nach Rezept kommen noch gemahlene Pistazien hinzu. Mit einem Tuch abdecken und über Nacht kaltstellen. Am nächsten Tag aus dem Teig kleine Kugeln formen, leicht plattdrücken und im Ofen zu knusprigen Makronen backen.

Auch Ricciarelli werden mit Mandeln zubereitet und schmecken zum Kaffee. Die knusprigen Kekse haben einen weichen Kern, der an Marzipan erinnert. Sie werden mit Staubzucker bestreut und häufig mit Zitrone, Vanille oder Nüssen verfeinert.

Ein italienischer Klassiker sind Cantuccini, deren Heimat in der Provinz Prato in der Toskana liegt. Da sie zweimal gebacken werden, sind sie recht hart. Zunächst Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und grob gehackte sowie ganze Mandeln in einer Schüssel vermengen. Verquirlte Eier hinzugeben und gut verkneten. Je nach Geschmack würzt man den Teig noch mit Zimt, Nelken oder Anis, bevor er zu einer dünnen Rolle geformt und im Ofen gebacken wird. Kurz abkühlen lassen, schräg in Scheiben schneiden und bei geringer Temperatur rösten. In einer luftdichten Dose bleiben die Kekse mehrere Wochen frisch.

Eine süße Versuchung sind sizilianische Cannoli. Die knusprig frittierten Teigröllchen werden mit einer feinen Ricottacreme gefüllt, die Marzipan, Sahne und frische Früchte enthalten kann. Sfogliatelle sind eine Spezialität aus Neapel. Sie werden am besten noch warm gegessen. In den muschelförmigen Blätterteigtaschen steckt eine süße Ricottafüllung mit Grieß, Vanille und geriebener Orangenschale. Die einzelnen Teigblätter sind kunstvoll aufgefächert, was die Zubereitung etwas aufwändig macht. Aber der Aufwand lohnt sich. Mit solchen Köstlichkeiten fällt es leicht, in Urlaubserinnerungen zu schwelgen und ein wenig „Dolce Vita“ in die Kaffeepause zu bringen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

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