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UV-C-Licht: Schutz für Produkt und Mitarbeiter

Seit etwa 20 Jahren hat die UV-C-Entkeimung einen festen Platz im Hygienekonzept der Lebensmittelindustrie. Die Reduzierung der Keimbelastung spielt eine wichtige Rolle, um gesetzliche Normen zu erfüllen und Qualitätsprobleme zu vermeiden. UV-C-Entkeimungssysteme bieten eine wirksame Möglichkeit, Mikroorganismen bereits vor dem Eintritt in den Produktionsbereich zu inaktivieren. Im Kampf gegen Keime im Problembereich der Verdampferkühler hat die UV-C Technik auch Vorteile gegenüber Schwebstofffiltern (HEPA-Filtern) weil sie unempfindlich gegen Luftfeuchte, etwa durch den Produktionsprozess oder die Reinigung ist. Keimmessungen an feuchten HEPA-Filtern haben gezeigt, dass es auch auf der Reingasseite zu Wachstum von Mikroorganismen kommen kann. Dank UV-C-Technik kann der Verdampfer auch als aktives Entkeimungsgerät genutzt werden. Besonders in Fleisch- und Feinkostbetrieben wird mittels Verdampfer (Kühlbedarf) viel Umluft und wenig Frisch­luft gefahren. Werden die Verdampfer mit UV-C ausgerüstet, ergibt sich eine aktive Entkeimung und damit ein hoher Mitarbeiterschutz vor dem Coronavirus (COVID-19). Messungen haben ergeben, dass die von oxytec, Hamburg, ausgeführten UV-C-­Vorsatzgeräte eine Reduzierung der Gesamtkeimzahl von über 80 Prozent erreichen. Daraus kann abgeleitet werden, dass bei einmaligem Luftdurchtritt die Abtötung des Coronavirus bei über 90 Prozent liegt. Die von oxytec in mehreren Schlachtbetrieben installierten UV-C-Vorsatzgeräte haben zu einem erhöhten Schutz vor Infektionen geführt. Lichtfallen verhindern, dass UV-C-Strahlen in messbar schädlichen Größen emittiert werden. Blaues ungefährliches Licht kann in einer nicht relevanten Größe entweichen. Das wird bei jeder Installation überprüft. Abgesehen von einem geringen Wärmeeintrag haben die UV-C-Geräte keinen negativen Einfluss auf den Betrieb der Verdampfer.

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