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Umfrage: Bargeld für Klein- und Kleinsthändler zunehmend unattraktiv

Die Auswirkungen von Corona prägen immer stärker den Alltag und durchdringen mittlerweile viele Lebensbereiche – davon auch betroffen ist das Bezahlen beim Einkaufen. Bereits mit Beginn der Corona-Pandemie setzten viele Händler vermehrt auf Karten- oder kontaktlose Zahlungen. Eine exklusive Umfrage unter Klein- und Kleinsthändlern von SumUp, einem Finanztechnologie-Anbieter, bestätigt diese Entwicklung.

Bisher galten insbesondere die Deutschen im Vergleich zu anderen Ländern als besonders bargeldfreundlich. Das Umdenken hin zu vermehrter Kartenakzeptanz wird nun auch durch die Auswirkungen von Corona beschleunigt und kann in diesem Zusammenhang gar als Innovationsbeschleuniger wirken.

In der Umfrage gab jeder zehnte Händler an, komplett auf Kartenzahlungen umzustellen und die Bezahlung mit Bargeld überhaupt nicht mehr akzeptieren zu wollen. Ein detaillierter Blick auf diese Gruppe der Händler, die in Zukunft ausschließlich auf Kartenzahlung setzen, zeigt dabei, dass besonders der Einzelhandel (23%) sowie Friseure und Händler aus dem Beauty-Bereich (17%) diesen Weg gehen. Jeder Zehnte ist aus dem Gesundheitsbereich. Allerdings kommen nur 7% derjenigen, die angaben, auf „Card only” umzustellen, aus der Gastronomie. Auch andere Branchen, wie z.B. der Lebensmittelhandel oder Wochenmärkte, sind noch etwas zurückhaltender bei dieser Entwicklung.

Mareike Kaempf, Growth Lead Germany bei SumUp, meint: „Auch wenn es für deutsche Verbraucher noch immer gewöhnungsbedürftig ist, Bargeld wird zukünftig eher eine untergeordnete Rolle spielen. Früher mussten wir immer Bargeld in der Tasche haben, jetzt brauchen wir die Karte. Corona hat diesen Trend sogar noch weiter beschleunigt. Viele Händler prüfen für sich und ihr Geschäft die Umstellung auf ausschließlich Kartenzahlung und erleben, dass dies von vielen Kunden auch ganz selbstverständlich angenommen wird. Das wird dazu führen, dass dieser Trend sich immer weiter etabliert.”

Diese Entwicklung bestätigt auch Boris Hartmann von Smartyou: „Wir haben bereits vor der Krise festgestellt, dass für unsere Kunden das bargeldlose Zahlen immer wichtiger wird, weshalb wir schon länger verschiedene Varianten wie Kartenzahlung oder mobiles Bezahlen anbieten. Der ausschlaggebende Grund für den kompletten Verzicht auf Bargeld war dann aber natürlich nicht zuletzt die aktuelle Corona-Krise. Als zukunftsorientiertes Unternehmen gehen wir mit der Zeit und versuchen alles, um das Einkaufserlebnis im Store oder auch online für unsere Kunden zu vereinfachen und genau das anzubieten, was sie sich wünschen.”

www.sumup.de

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