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Ukraine braucht Schweinefleisch

„Die ukrainische Fleischindustrie ist zunehmend auf Schweinefleischimporte angewiesen“, sagte Vladimir Popov, Präsident des Verbandes der ukrainischen Fleischverarbeiter „Ukrmjaso“, anlässlich der von German Meat, Bonn, organisierten Kontakt- und Informationsveranstaltung Fleisch im Mai in Kiew.

Nach Popovs Angaben entwickelte sich die ukrainische Tierhaltung in den vergangenen 20 Jahren stark rückläufig. Bei Schweinen gingen die Bestände von 19,4 Millionen im Jahr 1991 auf nur noch 7,83 Millionen Tiere zurück. Entsprechend vergrößerte sich der Importbedarf der Ukraine, der in den kommenden Jahren bei circa einer Million Tonnen Schweinefleisch jährlich liegen wird. „Schweinefleisch aus Deutschland hat dabei besonders gute Chancen, da die Ukrainer die Qualität des Fleisches schätzen und die deutschen Fleischvermarkter von den ukrainischen Importeuren als zuverlässige Partner angesehen werden“, sagt Popov.

Steffen Reiter, Geschäftsführer der German Meat GmbH, stellte auf der Veranstaltung die rasante Entwicklung der deutschen Schweinefleischproduktion in den vergangenen Jahren dar. 2010 wurden mehr als 58 Millionen Schweine in Deutschland geschlachtet. Dies war ein neuer Rekordwert, der auch 2011 erneut übertroffen werden dürfte. Parallel dazu stiegen auch die Exporte von Schweinefleisch stark an. Über 2,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch (frisch, gekühlt, gefroren, Nebenprodukte und Speck) wurden im vergangen Jahr aus Deutschland exportiert.

Neun heimische Fleischexporteure präsentierten sich auf der Kontakt- und Informationsveranstaltungen in Kiew gegenüber den Vertretern von 40 ukrainischen Unternehmen aus den Bereichen Import, Verarbeitung und Lebensmitteleinzelhandel. Die Veranstaltung wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.

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