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Toxische Köder sind wieder zulässig

Die Nagetierprophylaxe ist mit toxischen Ködern in Ausnahmefällen wieder zulässig, so Thomas F. Voigt,  freier Sachverständiger für Schädlingsbekämpfung aus Laudenbach/Bergstraße.

Für großes Entsetzen und Unverständnis sorgten in Fachkreisen die Vorgaben des Gesetzgebers aus dem Jahre 2013, dass ein Monitoring gegenüber Schadnagern nur noch auf Basis ungiftiger Fraßköder erfolgen darf. Einigkeit herrschte hier, dass diese gesetzliche Vorgabe in Lebens- und Futtermittelbetrieben völlig unsinnig sei.

So hat der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) bereits im letzten Jahr bei den ­zuständigen Behörden gefordert, diese Vorgabe für Lebensmittelbetriebe rückgängig zu machen, da sie in Lebensmittelbetrieben aus verschiedenen Gründen kontraproduktiv ist.

Im August 2014 hat der Gesetzgeber endlich reagiert und für Lebens- und Futtermittelbetriebe Ausnahmeregelungen festgeschrieben. Somit ist die Nagetierprophylaxe mit toxischen Ködern in Lebens- und Futtermittelbetrieben wieder zulässig.

Diese Ausnahmeregelung für den Einsatz von Antikoagulantien der zweiten Generation darf nun aber keineswegs als uneingeschränkter „Freibrief“ verstanden werden. ­Vielmehr muss sich der sachkundige Schädlingsbekämpfer bei der Verwendung dieser Mittel exakt an die hier definierten Voraussetzungen und Vorgaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie dem Umweltbundesamt halten.

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