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SumUp-Umfrage: Corona-Pandemie verändert Geschäft kleiner Händler nachhaltig

96 Prozent der Klein- und Kleinstunternehmer geben an, ihr Geschäft sei von der Corona-Pandemie betroffen. Um entstandene Verluste zu decken, beantragten daher fast zwei von drei (64 Prozent) Händlern staatliche Unterstützung. Nur bei 16 Prozent der Händler, reicht allerdings laut Umfrage diese finanzielle Unterstützung auch aus. Die Ergebnisse stammen aus einer Befragung, die der Finanztechnologie-Anbieter SumUp Anfang März unter seinen Kunden durchgeführt hat.

Kleinere Anpassungen, damit überhaupt Einkünfte während der letzten Monate und verschiedenen Lockdown-Phasen verbucht werden konnten, waren bei mehr als jedem zweiten Händler (52 Prozent) notwendig. So boten 28 Prozent der an der SumUp-Umfrage teilgenommenen Händler erweiterte Zahlungsmöglichkeiten (wie z.B. Rechnungen, QR-Codes oder auch Zahlungslinks) an und jeder Dritte den Kauf von Gutscheinen. 23 Prozent starteten mit einem Onlineshop und 21 Prozent bieten den Kunden nun auch Click & Collect als Option an.
Die Veränderungen werden von Kunden wie auch Händlern positiv wahrgenommen. Daher wird fast jeder Zweite (48 Prozent) der Klein- und Kleinsthändler diese auch zukünftig beibehalten. Während jeder Dritte (33 Prozent) bei dieser Entscheidung noch unentschlossen ist, und lediglich 20 Prozent bekunden kein Interesse daran, die Corona-bedingten Anpassungen nach der Pandemie weiterzuführen.

Jeder Zweite: bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten bringen Geschäft voran

Trotz der Umstände, die viele Händler in eine noch nie dagewesene Situation gebracht haben, wirken sich die Anpassungen auf das Geschäft für viele positiv aus: So sagen drei Viertel (76 Prozent) der Klein- und Kleinstunternehmer in der für sie so schwierigen Zeit aufgrund von Geschäftsanpassungen und erweiterten Bezahlangeboten zusätzliche Kunden gewonnen zu haben. 19 Prozent, somit fast jeder Fünfte, geben an, dass der Umsatz pro Kunde nun höher ist. 54 Prozent sind der Meinung, dass auch bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten ihr Geschäft voranbringen. Dabei überzeugt jeden Zweiten (50 Prozent) vor allem die praktikablere und einfachere Handhabung im Vergleich zum Bargeld. 23 Prozent sind der Meinung, dass der Verzicht auf Bargeld zudem viel hygienischer sei – ein Aspekt, der gerade in der aktuellen Zeit für Händler wie auch Kunden wichtiger denn je ist. 18 Prozent schätzen die einfachere Buchhaltung, während sechs Prozent digitale Zahlungsarten als sicherer im Vergleich zu Bargeld einstufen.

Händler benötigen auch zukünftig Unterstützung bei der Digitalisierung ihrer Geschäfte

Dennoch sehen mit 59 Prozent die Mehrheit der befragten Klein- und Kleinsthändler weiterhin finanzielle Unterstützung als notwendig an. Ergänzend dazu sind 26 Prozent der Meinung, dass auch bei der Digitalisierung weitere Hilfe erforderlich. Jeder Vierte (25 Prozent) gab an, dass sie sich zukünftig auch über Unterstützung anderer Geschäftsinhaber freuen würden, während 17 Prozent bei der Bewältigung der geschäftlichen Situation Support benötigen. Fast jeder Zehnte (9 Prozent) sieht noch immer Hilfsbedarf bei der Umsetzung von Hygienemaßnahmen.

„Trotz der schwierigen Situation, die die Corona-Pandemie nach wie vor mit sich bringt, verlieren viele Klein- und Kleinsthändler ihre Kreativität und ihren Optimismus nicht und haben sich auf die Situation mittlerweile ganz gut eingestellt“, so Alexander von Schirmeister, Executive Vice President Europe bei SumUp. „Gerade im Bereich der digitalen Services zeigt sich, dass die kleineren Händler innerhalb kürzester Zeit konkrete Maßnahmen, wie z.B. einen Onlineshop oder aber Click & Collect, umgesetzt haben und damit zu den größeren Wettbewerbern aufholen.“

www.sumup.de

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