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Südtiroler Speck: Qualität verkauft sich auch im Krisenjahr 2020

Pandemiebedingte Lieferengpässe bei der Rohware sorgten 2020 für rückläufige Zahlen bei der Speckproduktion. Beim Südtiroler Speck blieben die Zahlen hingegen stabil und der Anteil an der Gesamt-Speckproduktion stieg auf über 41 Prozent. Im letzten Jahr war Südtiroler Speck mit einer Exportquote von 33,5 Prozent eine der meist exportierten Wurstwaren Italiens. Deutschland bleibt mit 28 Prozent wichtigster Exportmarkt. Weitere Märkte sind die USA (1,7%), Frankreich (1,4%), die Schweiz (0,7%) sowie Österreich (0,9%). Die positive Entwicklung wurde durch Pandemie ausgebremst. In andere Märkte wie Belgien, Slowenien, Schweden, Niederlande, Kanada, Japan und 20 weitere Märkte werden 0,8 Prozent der Menge exportiert.

In der jährlichen Mitgliederversammlung des Südtiroler Speck Konsortiums, Bozen/Italien, wurde David Recla im Februar 2021 zum neuen Präsidenten des Konsortiums gewählt. Er vertritt für die nächsten drei Jahre die Interessen der 28 Produzenten des Konsortiums.

Im vergangenen Jahr wurden rund 44,8 Millionen Verpackungen vorgeschnittener Speck hergestellt. Dieser ist bei modernen Konsumenten am beliebtesten. Hinzu kommt, dass die Haushalte immer kleiner werden. 37 Prozent der gesamten Menge wurde als Fächerware verkauft. Die 100-Gramm-Packung bleibt dabei die am meisten verkaufte Verpackungstypologie.

Das Jahr 2020 stand für den Südtiroler Speck jedoch nicht nur im Zeichen der Covid-19-Pandemie, sondern auch unter dem Einfluss eines erheblichen Anstiegs der Rohstoffpreise. Dies stellte den Sektor vor außerordentliche Herausforderungen. Mit einer konsequenten und vielfältigen Marketingstrategie will das Südtiroler Speck Konsortium den Mitgliedsbetrieben über die schwierige Phase hinweghelfen. Für den neu gewählten Präsidenten, David Recla, bleiben die Kernthemen des Konsortiums im Fokus: „Wir wollen die Produktqualität des Südtiroler Speck konstant verbessern, die Bekanntheit und Attraktivität der Marke durch effiziente Maßnahmen weiter steigern und sie vor Missbrauch schützen“.

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