Betrieb-und-Management -

Strom und Kälte selbst erzeugen

Um wirtschaftlicher produzieren zu können, müssen handwerkliche und industrielle Fleischverarbeiter ihre Anlagen und Gebäude möglichst energieeffizient betreiben. Systeme auf Basis von Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) können dies erreichen. Das zeigt das Beispiel einer nordrhein-westfälischen Fleischerei, die mit Hilfe von KWKK-Anlagen Strom und Kälte selbst erzeugt.

Zwei Drittel des Kältebedarfs in Deutschland entfallen nach Angaben des Deutschen Kälte- und Klimatechnischen Vereins auf die Nahrungsmittelindustrie. Weitere 22 Prozent werden für die Kühlung von Gebäuden benötigt. Angesichts steigender Energiekosten, dem Klimawandel und zunehmender Technologisierung wird der Kältebedarf absolut betrachtet künftig noch wachsen. Handwerkliche und industrielle Fleischverarbeiter stellt das im zunehmenden Wettbewerb vor eine Herausforderung: Sie müssen neben elektrischer Energie und Heizwärme zusätzlich Kälte für Kühlung, Klimatisierung und Prozesse aufbringen.

Anlagen der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung können eine energie- und kosteneffiziente Lösung für Produktion und Gebäudebetrieb darstellen. Sie stellen neben Strom und Wärme zusätzlich Kälte bereit. Bei einer guten Auslegung kann der Primärenergiebedarf zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte so weit verringert werden, dass in Spitzenlastzeiten auf zusätzlichen Strom zum Betrieb von Kompressionskältemaschinen verzichtet werden kann. Das schlägt sich positiv auf der Kostenseite nieder. Zudem werden KWKK-Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) gefördert. Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle können entsprechende Mittel beantragt werden, sofern die Voraussetzungen im Einzelnen erfüllt sind.

Flexibel mit Container-Modulen

Generell werden KWKK-Anlagen in ihrer Auslegung unternehmensspezifisch als individuelle Kundenlösung konzipiert. Denn die energetischen Voraussetzungen und Bedürfnisse können je Unternehmen stark variieren. Auch hinsichtlich ihrer Bauweise bestehen Variationen: So können sie stationär oder auch in flexiblerer modularer Bauweise ausgeführt werden.

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