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Stichwort Nudeln

Verkäufer/-innen, die ihre Waren genau kennen, können Kunden individueller beraten und ein besseres Verkaufsergebnis erzielen. Das gilt für Fleisch und Wurst ebenso wie für Zusatzprodukte und Zutaten. Die Fleischerei informiert in jeder Ausgabe über Lebensmittel, die im Fleischer-Fachgeschäft verkauft oder verarbeitet werden.

◆ Spitzenreiter im Nudelverzehr sind die Italiener. Pro Jahr isst jeder durchschnittlich etwa 28 Kilogramm Trockenware. Dabei kann er aus mehr als 300 verschiedenen Sorten wählen. Das älteste bekannte Rezept jedoch stammt nicht aus Italien sondern aus China und ist über 4000 Jahre alt. Demnach bestehen Nudeln aus Weizenmehl, Eiern und Wasser. Ob die Chinesen auch die Erfinder der Teigwaren sind, ist ungewiss. Auch darüber, wie die Nudel nach Italien kam, wird bis heute spekuliert. So könnte Marco Polo das Rezept aus China oder Genueser Kaufleute aus der Mongolei mitgebracht haben. Möglich, dass Griechen oder Araber die Nudel in Italien einführten. Ihren Weg nach Deutschland fand die Spezialität um 1600. Ende des 19. Jahrhunderts begann die industrielle Produktion. Heutzutage sind Nudeln fester Bestandteil der deutschen Küche. Durchschnittlich 5,6 Kilogramm Trockenware verzehrt jeder Bundesbürger im Jahr.

Formen, Farben, Füllungen

Die meisten Nudeln bestehen aus Hartweizen. Sein Kleberanteil ist höher als im Weichweizen. Kleber macht den Teig elastisch und gut formbar. In Italien wächst diese Weizenart vor allem in den südlicheren Regionen. Dies und das warme Klima erklären, warum getrocknete Nudeln früher eher in Süditalien und frische im Norden des Landes verbreitet waren. Heute werden Pasta secca, wie die Italiener ihr trockenes Fertigprodukt nennen, weltweit mit und ohne Ei produziert und konsumiert. Auch in Deutschland lockt die Vielfalt. Varianten entstehen durch die Wahl des Getreides wie Weichweizen, Roggen, Dinkel, Grünkern, Hirse. Mehrkorn- und Vollkornteigwaren mit und ohne Ei haben ebenfalls einen festen Platz im Warensortiment. Sie sprechen vor allem gesundheitsbewusste Kunden an. Sojateigwaren enthalten mindestens 100 Gramm Sojaerzeugnisse je Kilogramm Getreide. Durch Gemüse- und Kräuterzugaben entstehen farbige Sorten. Frische Nudeln aus Weizenmehl, Eiern und Wasser kommen als Kühlware in vielen Formen und als gefüllte Spezialitäten in den Handel.

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