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Stichwort Kartoffeln

Verkäufer/-innen, die ihre Waren genau kennen, können Kunden individueller beraten und ein besseres Verkaufsergebnis erzielen. Das gilt für Fleisch und Wurst ebenso wie für Zusatzprodukte und Zutaten. Die Fleischerei informiert in jeder Ausgabe über Lebensmittel, die im Fleischer-Fachgeschäft verkauft oder verarbeitet werden.

◆ Spanische und englische Seefahrer wie Admiral Sir Francis Drake brachten die Kartoffel im 16. Jahrhundert aus Südamerika nach Europa. Anfangs galt das Nachtschattengewächs wegen seiner schönen Blüten als Zierpflanze. Später aß man sie, allerdings nicht die Knolle, sondern die oberirdischen Teile. Diese jedoch enthalten Solanin, und so reagierte mancher Genießer mit Übelkeit und Erbrechen. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erkannte man den Wert der Knolle. Seitdem gehören Kartoffeln hierzulande zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Als Zusatzprodukte in Fleischer-Fachgeschäften bieten sich vor allem verpackte Kartoffelerzeugnisse an.

Mehr Veredelungsprodukte

1953 verspeiste jeder Bundesbürger über 150 Kilogramm Kartoffeln, im Verbrauchsjahr 2005/2006 waren es nach Angaben der Landesanstalt für Pflanzenbau in Forchheim noch 66,5 Kilogramm. Dass rohe Kartoffeln eher als langweilig oder arbeitsintensiv gelten, zeigen Verbraucher beim Einkauf. Während sie 1953 weniger als ein Prozent der Kartoffeln als veredelte Produkte wählten, gingen 2005/2006 bereits 33, 7 Kilogramm als Pommes frites, Chips, Klöße, Kroketten, Fertiggerichte und Co. über die Ladentheken. Das entsprach 51 Prozent des Gesamtverbrauchs. Seit Jahren hält der Trend zu Kartoffelerzeugnissen an – trotz der Sortenvielfalt roher Knollen. Vorteile für den Verbraucher ergeben sich aus der möglichen Bevorratung durch längere Haltbarkeit, aus einer bequemen, schnellen, sauberen Zubereitung, aus mehr Abwechslung und der besseren Portionierbarkeit. So lassen sich Pommes und Kroketten bedarfsgerecht dem Beutel entnehmen, das Gratin in der Aluschale entspricht einer oder zwei Portionen. Reste bleiben keine. Frische Kartoffeln hingegen gibt es oft nur im Mehr-Kilo-Beutel zu kaufen, was den kleinen Haushalt überfordert. Spezialitäten wie Kroketten frisch zuzubereiten, braucht außerdem Zeit und Kochkompetenz. Die Schattenseite vieler Kartoffelerzeugnisse: Sie sind vorfrittiert. Selbst wenn Pommes frites, Kroketten, Kartoffelplätzchen fettfrei im Ofen garen, haben sie ihr Fett schon weg. Gratins enthalten oft reichlich Sahne und Käse. Beispiele für fettarme Kartoffelerzeugnisse: Püree und Kloßteig. Über die Zutaten und Nährwerte der jeweiligen Produkte informiert die Verpackung.

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