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Silbermedaille für Böfflamott

Ein bayerisches Nationalgericht hat der Weideschuss.Bio GmbH mit Sitz in Wiggensbach ihren ersten großen Preis eingebracht. Das Böfflamott vom Allgäuer Weiderind erhält beim Wettbe-werb „Bayerns bestes Bioprodukt“ eine Silbermedaille. Dies teilte die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) mit. Der seit 2012 ausgeschriebene Vergleich wird von der LVÖ initiiert und dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert.

Die Weideschuss.Bio GmbH überzeugte die Jury in München mit ihrer in sich geschlossenen Wertschöpfungskette für bio-regionale und handgefertigte Rindfleisch-Gerichte. Geschmack, Optik und Verpackung spielen bei der Auswertung und Vergabe der Preise ebenso eine große Rolle wie Tierwohl, Nachhaltigkeit, Innovation und Kreativität. Das eingereichte Produkt muss außerdem zu mindestens zwei Drittel mit Zutaten hergestellt sein, die aus rein bayerischer Erzeugung stammen.

Die Weideschuss-Linie der Fleischproduktion basiert auf ökologischen Grundprinzipien und reicht von der kuhgebundenen Kälberaufzucht über regionale Rohstoffe und Partnerschaften bis hin zur Herstellung und Vermarktung hochwertiger und exklusiver Bio-Rindfleisch-Gerichte. Das von den Bio-Landwirten Franz Berchtold, Günther Rauch und Herbert Siegel sowie von dem heimischen Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr 2019 gegründete Unternehmen beliefert den Bio-Fachhandel und die gehobene Gastronomie und Hotellerie. 56 Bio-Produkte waren für den Wettbewerb Bayerns bestes Bio-Produkt eingereicht worden, zehn Hersteller erhielten Medaillen aus Gold, Silber oder Bronze. Am 30. Mai wird die Bio-Königin Annalena I. der Weideschuss.Bio GmbH die Urkunde in Wiggensbach offiziell überreichen.

„Was für eine großartige Nachricht zum Start in die Weidesaison. Die Auszeichnung mit einer Silbermedaille bei einem so renommierten Wettbewerb ist für uns eine große Ehre. Ein Platz auf dem Podest bei der Wahl zu ‚Bayerns bestem Bio-Produkt‘ ist zugleich eine große Motivation, diesen Weg konsequent weiter zu bestreiten und mit der Grundphilosophie unserer täglichen Arbeit regelmäßig an die Öffentlichkeit zu gehen: Dass unser Böfflamott vom Allgäuer Weiderind exzellent schmeckt, darf in den Köpfen der Verbraucher gerne hängen bleiben – aber nicht nur. Die Auszeichnung gibt auch Aufschluss zu Themen wie Wertschätzung und Ethik und verdeutlicht, wie wir auf Höfen und Weiden Tiere halten, aufziehen und wie überaus verantwortungsvoll wir mit dem sensiblen Thema Schlachtung umgehen“, sagt Mitbegründer und Gesellschafter Franz Berchtold, der auch Geschäftsführer der Bio-Schaukäserei Wiggensbach ist.

Hubert Heigl, Vorsitzender der LVÖ, lobt die Gewinner und stellt darüber hinaus der bayerischen Bio-Branche ein gutes Zeugnis aus: „Bio aus Bayern zeigt, dass es geht: Wir können die Produktion von Lebensmitteln verbinden mit Umwelt-, Klima-, Tier- und Artenschutz. Mit regionalem Bio können wir unsere Landwirtschaft enkeltauglich gestalten. Bayerns beste Bioprodukte zeigen außerdem, wie gut vornehmlich regional ausgerichtete Strukturen in Bio-Verarbeitung und Vermarktung funktionieren – in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht. Bio aus Bayern hat einen ganz besonderen Wert, den die Menschen in Bayern zu schätzen wissen. Natürlich auch deshalb, weil bayerische Bio-Schmankerl so unglaublich gut schmecken.“

Der Verein LVÖ Bayern vertritt als Dachverband der Bio-Verbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter die Interessen des Ökolandbaus in Bayern. Derzeit wirtschaften in Bayern mehr als 11.500 landwirtschaftliche Betriebe auf einer Fläche von gut 400.000 Hektar nach den Richtlinien für den ökologischen Landbau. Hinzu kommen über 4.000 Bio-Betriebe in Verarbeitung und Handel.

www.weideschuss.bio

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