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Schweiz exportiert viel mehr Fleisch

Wie Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, Bern, mitteilt, entwickelte sich der Fleischkonsum in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr positiv. Aber auch der Export von Fleisch und Fleischprodukten, insbesondere ins grenznahe Ausland, hat insgesamt um rund 30 Prozent zugenommen.

Nach einem für die Fleischbranche eher schwierigen Vorjahr nahm die gesamte Konsummenge 2010 wieder um 3,3 Prozent zu. Der Pro-Kopf-Konsum um 2,3 Prozent auf 53,6 kg. Rund 80 Prozent des konsumierten Fleisches wurde im Inland produziert.

Zugenommen haben auch die Schweizer Fleischexporte. Trotz tiefem Eurokurs konnten im vergangenen Jahr insgesamt 5.833 t verkaufsfertiges Fleisch und Fleischprodukte vorwiegend ins grenznahe Ausland geliefert werden (+30 Prozent). Kalbfleisch wurde mit 348 t (jeweils Verkaufsgewicht) mehr als doppelt so viel exportiert wie im Vorjahr. Beim Geflügelfleisch stiegen die Ausfuhren um 150 Prozent auf 206 t, beim Rind- und Schweinefleisch um je rund ein Viertel auf 4.280 t beziehungsweise 968 t.

Die wichtigsten Exportländer für Fleisch und Fleischprodukte aus der Schweiz sind Deutschland, Frankreich und Italien. So gingen 2010 beispielsweise 87 Prozent aller Schweinefleischexporte nach Deutschland, während Frankreich hauptsächlich Rindstrockenfleisch einführte.

Offenbar schätzen die europäischen Konsumenten die schweizerischen Trockenfleischspezialitäten immer mehr: Der Export dieser Produkte im Bereich Rindfleisch wuchs im Berichtsjahr um 31 Prozent auf netto 1.833 t. Dies ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass der französische Ernährungswissenschafter Dr. Pierre Dukan Bündnerfleisch explizit in seiner Diätempfehlung erwähnt. Stark zugenommen hat auch die Ausfuhr von Wurstwaren in die EU im Rahmen des Nullzollkontingents, nämlich von knapp 35 t im Jahr 2009 auf 140,5 t im letzten Jahr.

Diese Zahlen belegen, dass die Bemühungen der Exporteure und von Proviande Früchte tragen. „Wir setzen bei unseren Interaktionen mit dem Ausland bewusst auf Schweizer Qualität und Schweizer Werte“, sagt Heinrich Bucher, Direktor von Proviande.

Es scheint, dass diese Werte in Europa zunehmend bekannt sind und dass die Produkte vom Handel als geeignete Differenzierungsmöglichkeit bei der Sortimentsgestaltung erkannt werden.

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