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Rundum-Sorglos-Paket geschnürt

Der Fleischerverband Bayern unterstützt ab sofort mit einem Rundum-Sorglos-Paket seine Mitglieder bei der Probenahme und Dokumentation. Die Mitglieder erhalten unter anderem eine Kühlbox mit allen notwendigen Probe-Utensilien.

„Die Organisation und Umsetzung des Hygienekonzepts wird den Innungsbetrieben mit diesem Paket erleichtert“, freut sich Georg Schlagbauer, Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Bayern. Zusammen mit dem stellvertretenden Geschäftsführer Robert Baur und Svenja Fries, technisch-technologische Beraterin des Verbandes, stellte er das Rundum-Sorglos-Paket für die Innungsmitglieder vor.

„Die bürokratischen Belastungen für handwerkliche Metzgereien nehmen stetig zu. Vor allem im Bereich der Hygiene und Dokumentation werden die Anforderungen größer“, sagt Schlagbauer. Deshalb haben Vorstand und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Zusammenarbeit mit dem Labor des Landesinnungsverbandes Nordrhein-Westfalen ein Paket entwickelt, das die Innungsbetriebe bei der Umsetzung der gesetzlichen Hygieneanforderungen unterstützen soll.

Im Zentrum des Rundum-Sorglos-Paketes steht neben Erinnerungen an wichtige Termine wie Hygieneschulungen, Belehrungen zum Infektionsschutzgesetz, Eichamt, Schädlingsbekämpfung, Betriebsbegehungen und Hygienekontrollen die Organisation der mikrobiologischen Kontrollen. Der bayerische Landesinnungsverband erstellt im Rahmen des Hygienepaketes für seine Mitglieder einen Probenplan und organisiert die Abrufung der jeweiligen Proben mit einem Labor. „Damit entfällt die aufwändige Suche nach dem passenden Labor und den Preisvergleichen“, meint Schlagbauer.

Zu den Laboranalysen im Paket gehören zehn Abklatschproben für die Reinigungskontrolle, Hackfleisch zum Garen, Fleischzubereitungen zum Garen sowie fertige Produkte (ein gekochtes Produkt, eine Rohwurst, ein Rohschinken und eine Konserve). Auf einem Formblatt kann die Probenahme dokumentiert werden. Wichtig sei, dass im Rahmen des Rundum-Sorglos-Paketes vom Labor nur auf die nötigen Keime geprüft würde, sagt Fries. „Der Betrieb ist damit auf der sicheren Seite, denn die vom Verband gemachten Proben sind mit dem Ministerium abgestimmt.“

Wenn der Metzger die Proben anhand des Probenplans genommen hat, muss er nur noch wegen der Abholung anrufen. Erfolgt dieser Anruf bis 14 Uhr, werden die Laborproben sogar noch am gleichen Tag abgeholt. Hierzu wurde mit dem Lieferdienst Go!Express & Logistics ein Vertrag geschlossen. „Der Versand der Proben war großenteils ein Problem, denn eine ordentliche Kühlung stand oft nicht zur Verfügung“, meint Baur. Dies gehöre nun der Vergangenheit an.

Zu den Leistungen des Rundum-Sorglos-Pakets gehören zudem Unterlagen für Schulungen sowie Dokumentationsvorlagen. Auch diese sind von der EU vorgeschrieben und regelmäßig im Betrieb umzusetzen. „Hier spart das Innungsmitglied viel Zeit“, sagt Fries. Außerdem gebe es im Rahmen des Paketes einen Dokumentationsordner, in den man die Ergebnisse der jährlichen Untersuchungen ablegen könne und schnellen Zugriff hätte, wenn eine Kontrolle käme.

Das Paket kostet insgesamt 380 Euro/Jahr. Für selbst schlachtende Betriebe wird ein Zusatzservice angeboten, der auch die Schlachttierkörperuntersuchungen mit berücksichtigt.

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