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Rügenwalder Mühle: Transformation geht konsequent weiter

Die Rügenwalder Mühle ist weiter auf Wachstumskurs: Mit einem Plus von 22 Prozent gegenüber Vorjahr erwirtschaftete der niedersächsische Lebensmittelhersteller 2020 einen Gesamtnettoumsatz von 233,7 Millionen Euro (2019: 191,6 Millionen Euro). Erfolgsfaktor bleibt dabei die Ausrichtung des Unternehmens auf beide Geschäftsfelder gleichermaßen: klassische Fleisch- und Wurstwaren sowie pflanzliche Proteine. So lagen beide Bereiche in Bezug auf die Erlöse gleichauf.

leer „Noch viel wichtiger als die umsatzseitig äußerst positive Entwicklung ist für mich, dass sich die Rügenwalder Mühle trotz eines sehr widrigen Jahres als ein Lebensmittelhersteller mit zwei Standbeinen etabliert hat“, so Michael Hähnel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rügenwalder Mühle.

Um die Transformation voranzubringen und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen, hat das Familienunternehmen 2020 wichtige strukturelle und prozessuale Veränderungen vorgenommen. So wurden 13,5 Millionen Euro am Standort in Bad Zwischenahn insbesondere in den Ausbau der Kapazitäten investiert. Die Mitarbeiterzahl wuchs um 14 Prozent auf 740 Mitarbeiter.

Wachstum bei pflanzlichen Proteinen

Der Markt für pflanzliche Proteine erlebte auch 2020 starkes Wachstum. In diesem Segment entwickelte sich der Umsatz der Zwischenahner mit 72,9 Prozent besser als der Markt (Umsatz V+V Fleischalternativen Deutschland Gesamt plus 65,4 Prozent): „Als First Mover im Bereich der pflanzlichen Proteine in Deutschland treiben wir die dynamische Entwicklung dieser Kategorie weiterhin voran“, betont Michael Hähnel. Die erhöhte Nachfrage nach vegetarischen und veganen Produkten ist die Folge eines ernährungsbewussteren Konsumverhaltens – nochmals verstärkt durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, wie Homeoffice und die Schließung der gastronomischen Betriebe

Klarer Fokus auf Verbraucher zahlt sich aus

„Die Verbraucher schätzen es, dass bei unserer Marke für jeden etwas dabei ist – mit Fleisch und ohne“, erklärt Hähnel weiter. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Marktforschungsinstitut rheingold salon, das im Auftrag der Rügenwalder Mühle eine umfangreiche Markenstudie durchführte: „Die Verbraucher erleben die Marke Rügenwalder Mühle im positiven Sinne als offen, modern und gemeinschaftsorientiert, weil sie geschmackvolle Produkte für alle anbietet – egal ob für Fleischliebhaber, Flexitarier oder Veganer“, ergänzt Jens Lönneker, Geschäftsführer von rheingold salon.

Ausblick 2021: Langfristiges Wachstum

Die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 beeinflussen auch 2021 die Ernährungs- und Konsumgewohnheiten der Deutschen und damit die Marktentwicklung, insbesondere im Bereich der pflanzlichen Proteine. Die Rügenwalder Mühle rechnet somit auch für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem ausgeprägten Wachstum. Um diesem Trend bestmöglich zu begegnen, setzt der Lebensmittelhersteller 2021 weiter auf Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Einstellung qualifizierten Personals sowie den Ausbau der Lager- und Produktionskapazitäten. Die im Bau befindliche Erweiterung des Produktionsgeländes soll zur Jahresmitte 2021 offiziell in Betrieb genommen werden.

Künftig möchte das Unternehmen den Fokus zudem noch konsequenter auf ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit legen. „Die Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft ist die Grundvoraussetzung für unser Handeln. Wir hinterfragen stets, was wir besser machen können“, so Michael Hähnel.

www.ruegenwalder.de

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